War nicht wirklich weg …

Nach über einem Jahr muss ich mich mal wieder hier melden. Was war los? – Eigentlich gar nix, ich hatte einfach keine Zeit (oder Lust?) etwas zu schreiben. Trotzdem ging es mit der Imkerei weiter und ich werde mal kurz zusammenfassen was in 2017 alles geschehen ist.

Ich habe sieben Wirtschaftsvölker durch das vergangene Jahr begleitet. Sechs Ableger gemacht von denen es fünf bis in den Winter geschafft haben. Die Ableger wurden alle ganz klassisch mit „eine Wabe ergibt ein Volk“ erstellt und mit Milchsäure behandelt. Die Entwicklung lief ganz unterschiedlich von „mickriges Volk“ bis „kein Platz mehr in der Zarge“ war alles dabei. Eine Königin habe ich beim Zeichnen verletzt, ein Fehler der mich sehr geärgert hat.

Die Honig produktion war dann gar nicht so schlecht obwohl es mich wie viele andere Imker und auch die Obstbauern mitte April sprichwörtlich „kalt“ erwischt hat. Eine Nacht mit Frost und alle Blüten waren dahin. Zum ersten mal seit ich denken kann, habe ich auf meiner Wiese keinen einzigen Apfel ernten können – null, nix, niente! Die Bienen füllten aber trotzdem noch gut die Honigräume und so konnte ich zumindest einiges an Honig ernten. Es war eine Mischung aus Blüten- und Waldtracht.

Ein erfolgreiches neues Bienenjahr wird im Spätherbst gemacht. Nach dieser Formel habe ich nun viel Zeit am Stand verbracht. Immer wieder Kontrolle des Varroabefalls und Behandlung der Völker. Ich habe in diesem Jahr mit dem Nassenheider prof. (60% AS) gearbeitet und war für meinen Teil damit sehr zufrieden. Auch in diesem Jahr wird dies mein Behandlungswerkzeug sein. Ein Volk wurde mit Teilen und Behandeln  bearbeitet (TuB). Die Behandlung fand im brutfreien Zustand mit gesprühter Oxalsäure statt. Das hat gut funktioniert und die Königin konnte auch gleich ausgetauscht werden.

Somit habe ich 12 Völker in den Winter gebracht und hoffe nun mit diesen in  2018 arbeiten zu können.