Fast fertig für dieses Jahr

Mäusegitter

Seit einigen Tagen ist für mich das aktive arbeiten mit den Bienen für dieses Jahr fast vorbei. Als einer der letzten Handgriffe wurden die Mäusegitter angebracht.

Das Flugloch bleibt noch weiterhin klein und wird erst mit einem einfachen Handgriff von „hinten“ herausgenommen. Dies geschieht aber erst bei der Restentmilbung im Dezember. Diese findet normalerweise drei Wochen nach dem ersten Frost statt. Dann sollten die Bienen Brutfrei sein.

Im Frühjahr werden …

… die Völker gezählt. Dieser alte Spruch hat in diesem Jahr nicht zu 100% gepasst. Besser wäre gewesen, dass zwei mal gezählt wird. Einmal vor dem Kälteeinbruch und einmal danach. In meinem Fall kamen die Völker alle gut aus dem Winter und gingen auch schon in Brut. Bei den teilweise -10° wurde die Bruttätigkeit eingestellt und die Völker haben sich zusammengezogen zurück in die Wintertraube. Das fatale Ergebnis bei zwei Ablegern war dann ein Futterabriss.

Somit kann ich nun mit 10 Völkern planen. Diese sind vom Entwicklungsstand sehr unterschiedlich. Es gibt sowohl ein sehr schwaches Volk als auch zwei bis drei sehr starke Völker. Das schwache Volk wurde über Absperrgitter auf ein starkes Wirtschaftsvolk aufgesetzt. Dies bleibt bis zur Kirschblüte, erst dann werden die Völker wieder getrennt. Grundsätzlich bin ich vor allem mit den Wirtschaftsvölkern sehr zufrieden. Auch die Futterversorgung ist noch sehr gut. Ein austausch von Futterwaben war nur in wenigen Fällen nötig.

Somit sehen nun meine Ziele für dieses Jahr so aus:

  • Gesundheitszeugnis holen für die beabsichtigte Wanderung (Termin schon gemacht).
  • Mit drei bis vier Völkern in den Raps wandern.
  • Sechs Brutwabenableger erstellen – anzahl der Wirtschaftsvölker auf 15 erhöhen
  • Verjüngen der Königinnen damit nur noch max. einjährige in den Winter gehen.

Als nächstes wird der Honigraum in einigen Tagen aufgesetzt.

Futterkontrolle

Anfang Februar habe ich bei milden Temperaturen zum ersten mal nach den Völkern geschaut. Bei den Wirtschaftsvölkern wurde lediglich das Gewicht kontrolliert und das Flugloch kurz beobachtet. Bei den einzargig überwinterten Ableger habe ich  den Deckel gehoben und unter die Folie geschaut, Bienen und  Futterkränze waren vorhanden. Somit auch hier alles in Ordnung.

Anschließend kam die Kälte aus dem Osten und wir hatten doch tatsächlich noch richtig knackige Temperaturen die in unserer Region das Thermometer auf bis zu -12° fallen ließen. Nach zwei Wochen konnte ich nun am vergangenen Wochenende wieder einen Blick riskieren. Das Ergebnis war leider, das auch ich nicht verschont blieb und es bei 2 Völkern einen klassischen Futterabriss gegeben hat.
Die Völker hatten sich in der Beute ausgebreitet und gingen bereits in Brut. Getrieben durch die Temperaturen ging es wieder zurück in die Wintertraube und das Futter war unerreichbar. Die Beuten habe ich zunächst am Standort belassen, gereinigt und Bienendicht verschlossen. Noch vorhandenes Futter welches evtl. noch verwendet werden kann,und leere Rähmchen wurden zudem in eine Beute sortiert. Bei meinem nächsten Besuch kann ich entscheiden wie ich damit weitermache, abhängig von den Arbeiten die anstehen.

Aktuell sieht es so aus das der Frühling sich zwar diese Woche zeigt aber nicht bleiben möchte. Für die kommende Woche sind für Tagsüber Temperaturen um den Nullpunkt und Nachts von -5° vorhergesagt. Weitere Futterkontrollen für das kommende Wochenende sind also eingeplant.

War nicht wirklich weg …

Nach über einem Jahr muss ich mich mal wieder hier melden. Was war los? – Eigentlich gar nix, ich hatte einfach keine Zeit (oder Lust?) etwas zu schreiben. Trotzdem ging es mit der Imkerei weiter und ich werde mal kurz zusammenfassen was in 2017 alles geschehen ist.

Ich habe sieben Wirtschaftsvölker durch das vergangene Jahr begleitet. Sechs Ableger gemacht von denen es fünf bis in den Winter geschafft haben. Die Ableger wurden alle ganz klassisch mit „eine Wabe ergibt ein Volk“ erstellt und mit Milchsäure behandelt. Die Entwicklung lief ganz unterschiedlich von „mickriges Volk“ bis „kein Platz mehr in der Zarge“ war alles dabei. Eine Königin habe ich beim Zeichnen verletzt, ein Fehler der mich sehr geärgert hat.

Die Honig produktion war dann gar nicht so schlecht obwohl es mich wie viele andere Imker und auch die Obstbauern mitte April sprichwörtlich „kalt“ erwischt hat. Eine Nacht mit Frost und alle Blüten waren dahin. Zum ersten mal seit ich denken kann, habe ich auf meiner Wiese keinen einzigen Apfel ernten können – null, nix, niente! Die Bienen füllten aber trotzdem noch gut die Honigräume und so konnte ich zumindest einiges an Honig ernten. Es war eine Mischung aus Blüten- und Waldtracht.

Ein erfolgreiches neues Bienenjahr wird im Spätherbst gemacht. Nach dieser Formel habe ich nun viel Zeit am Stand verbracht. Immer wieder Kontrolle des Varroabefalls und Behandlung der Völker. Ich habe in diesem Jahr mit dem Nassenheider prof. (60% AS) gearbeitet und war für meinen Teil damit sehr zufrieden. Auch in diesem Jahr wird dies mein Behandlungswerkzeug sein. Ein Volk wurde mit Teilen und Behandeln  bearbeitet (TuB). Die Behandlung fand im brutfreien Zustand mit gesprühter Oxalsäure statt. Das hat gut funktioniert und die Königin konnte auch gleich ausgetauscht werden.

Somit habe ich 12 Völker in den Winter gebracht und hoffe nun mit diesen in  2018 arbeiten zu können.

Spätsommerpflege

Bevor die Spätsommerpflege starten konnte, habe ich zunächst meinen neuen Bienenstand aufgebaut. Von einem Bekannten habe ich auf dessen Streuobstwiese einen Platz bekommen auf dem nun ein Teil meiner Bienen steht. Der Vorteil ist das die Wiese komplett eingezäunt ist und auch noch einiges an Ausbaureserve hat. Nachteil ist das ich fahren muss und nicht mehr einfach raus in den Garten kann und direkt am Bienenstand stehe.
Bei der Spätsommerpflege, gibt es mehrere Ziele die abgearbeitet werden sollten: Wabenhygiene,  Varroabehandlung, das bilden von starke Völker (evtl. umweiseln alter Königinnen) und zum Abschluss das auffüttern.
Die Wabenhygiene war schnell erledigt da ich kaum alte Waben hatte das wird im kommenden Jahr anders aussehen. Dann wird der Dampfwachsschmelzer auch mehr zu tun bekommen. Diesen hatte ich im laufenden Jahr nur für die Drohnenrahmen im Einsatz. Es hat sich gezeigt das ich diesen über die Wintermonate noch etwas umarbeiten muss. Der Wachs Auffangbehälter ist zu klein um eine eine große Anzahl von Rähmchen effektiv auszuschmelzen.
Die Varroabehandlung bei meinen Wirtschaftsvölkern wurde diesmal mit Teilen und Behandeln (TuB) gemacht. Über den genaue Ablauf gibt es von Dr. Liebig eine kleine Filmreihe. Wichtig war für mich, das mit TuB bis Mitte Juli bereits begonnen wird, damit aus Flugling und Brutling noch annehmbar starke Völker entstehen können. Die entscheidende Varroabehandlung findet sowohl beim Flugling (2 Tage nach dem Start) als auch beim Brutling (21 Tage nach dem erstellen) in brutfreiem Zustand mit Milchsäure statt. Dabei wird jede Wabe gezogen und mit MS besprüht. Zudem habe ich durch diese Methode lauter einzargige „Ableger“ bekommen. Meine restlichen, im Frühjahr gebildeten Ableger wurden zu einem späteren Zeitpunkt mit Ameisensäure und dem Liebig Dispenser behandelt.

Abschließend wurden alle Völker mit ca. 2x5l Apiinvert aufgefüttert. Es wäre natürlich auch möglich eigenes Zuckerwasser anzurühren, wegen der einfachen Handhabung habe ich mich aber für das fertige Futter entschieden.
Zum Abschluss habe ich Mitte Oktober  allen Beuten Mäusegitter angebracht. Ab jetzt werde ich lediglich noch beobachten wie sich die Völker entwickeln (Gewicht und Futter) und ob diese Brutfrei sind. Sobald dies der Fall ist werde ich die Oxalsäure Behandlung durchführen.