varroa

bisher habe ich zu diesem thema noch nichts geschrieben. das liegt allerdings nicht daran das ich es ignoriere, sondern das ich gott sei dank kaum betroffen bin. ich versuche mich strikt an das Behandlungskonzept der Uni Hohenheim zu halten. das bedeutet das ich bereits im frühjahr immer einen drohnenrahmen eingesetzt habe und alle 14 tage konsequent die drohnenbrut entnommen wurde.

ende juli hat die erste und ende august die zweite behandlung des wirtschaftsvolkes stattgefunden. die ableger auf einer zarge wurde ebenfalls behandelt, allerdings mit ener geringeren menge ameisenssäure. vorher wurde der natürlichen milbenfall mit der windel geprüft (immer mind. 4 tage im magazin).  14 tage nach der behandlung wurde dann erneut der befall geprüft und nichts auffälliges entdeckt. leider ist das keine garantie das es über den winter gut läuft, weiter kontrollen werden nötig sein. abschliesend wird im novemeber oder dezember, abhängig von der vorhanden brut, noch eine oxalsäure beträuffelung stattfinden.

um die ameisensäure in der beute gut zu verteilen wurde diesmal der Liebig Dispenser verwendet. im kommenden jahr wird auch noch der Nassenheider prof. zum einsatz kommen. anschließend kann dann geprüft werden welcher besser wirkt.

einfütterung

einfütterung ist eigentlich nicht alles, besser passt hier der begriff „spätsommerpflege“. das bedeutet dann einfütterung, wabehygene und varroa kontrolle. das sind arbeitsschritte die alle zu dieser jahreszeit erbracht werden müssen. zum thema wabenhygene werde ich diesmal nichts schreiben, das war in diesem jahr noch kein großer posten. die varroa wird einen eigenen thread bekommen. zum thema einfütterung gibt es verschieden informationsquellen, das i-net ist wie immer reichlich damit versorgt. ich fand diese sehr hilfreich.

bei der futtergabe hatte ich bisher bei meinen ablegern immer selbst angerührtes zuckerwasser (3:2) verwendet. nun habe ich mich aber doch für fertiges futter entschieden. auch hier gibt es sehr viele verschieden möglichkeiten,  ich verwende jetzt Apiinvert (das ist keine kaufempfehlung!). grund hierfür war, dass es geruchsneutral ist und somit die räuberei zumindest eindämmen kann. räuberei ist oftmals auf einen fehler des imkers zurückzuführen (falsche tageszeit, unsachgemäßer umgang mit dem futter usw.) . natürlich ist Apiinvert auch praktisch und kann ohne probleme ein jahr gelagert werden.

ich habe zunächst einige eimer Appiinvert gekauft und später auf die nachfüllpacks umgestellt. das ganze ist etwas schwer zu handhaben wenn man dies in kleinere mengen benötigt. deshalb fülle ich das futter in kanister um. mit diesen kann ich dann einfach die tetrapacks oder größere gefäße am bienenstand befüllen.

die menge werde ich über eine kofferwaage kontrolieren und regelmäßig den winter über prüfen. im kurs haben wir das durch einfaches anheben der beuten gemacht, eine gute methode für einen anfänger aber ungeeignet. das wird wohl einige jahre dauern bis ich mir das zutraue.

drohnenbrütig

heute habe ich festgestellt das einer der ableger drohnenbrütig ist. es war keine königin und damit auch kein brut mehr vorhanden. eine der bienen hat dann als drohnenmütterchen das stiften übernommen.

wie konnte das passieren? – es gibt eigentlich nur zwei möglichkeiten, entweder haben wir bei der abholung der ableger einen fehler gemacht oder ich habe bei der durchsicht die königin getötet. beides ist möglich und kann nicht ausgeschlossen werden.

mein erster gedanke war, okay kein problem dann besorge ich mir eine neue königin und setze dies zu. nach dem ich mich aber in das thema eingelesen hatte, scheidet diese möglichkeit aus. die wahrscheinlichkeit das die neue königin vom volk getötet wird ist zu groß. ich muss also irgendwie das drohnenmütterchen aus dem volk bekommen, was aber mit dem absperrgitter nicht geht. letztlich habe ich mich dazu entschieden das volk 20-30m entfernt auf den boden abzukehren. der großteil der bienen macht sich auf den rückflug und wird, in die bereits am alten platz aufgestellte beute einziehen. dabei habe ich mich für den schwächsten ableger entschieden, dieser soll etwas anschub durch die zusätzlichen bienen bekommen. das drohnenmütterchen hat keine orientierung und wird den rückweg nicht finden.

eine harte lösung welche mich leider zu diesem frühen zeitpunkt bereits um ein wirtschaftsvolk für 2016 bringt,  ein verlust von 20%. das zeigt mir das es wirklich über die menge an völkern gehen muss damit ein solcher ausfall in zukunft nicht so hart reinhaut. will ich mit mind. 8 wirtschafsvölkern arbeiten muss das ziel sein mit mind. 10 in das neue bienenjahr zu gehen.

drei ableger aufgestellt

es hat doch etwas länger gedauert bevor ich meine ableger im imkerverein abholen konnte. der grund war zum einen die schiere menge die bereitsgestellt werden musst als auch das die königinnen noch nicht alle in eilage waren. dafür habe ich aber auch eine schöne masse an bienen bekommen die bereits 4-6 wabegassen gefüllt habe. der preis lag in diesem jahr bei 70€ pro ableger. wie heißt es so schön, angebot und nachfrage.

damit habe ich nun mein ziel erreicht und habe ein wirtschaftsvolk aus dem ich einen ableger gezogen habe und dazu noch 3 neue ableger. somit sollte ich im kommenden jahr mit 5 wirtschaftsvölkern an den start gehen. ich habe hierzu auch bereits im vorfeld den finalen platz im garten vorbereitet, so das die 5 völker direkt nebeneinander stehen können.

an diesem platz habe ich noch etwas ausbau reserve welche ich für das kommend jahr auch nutzen werden. meiner berechnung nach sollten 8 völker hier platz finden.

königin

nun sind die vier wochen oder auch 28 tage rum. ich habe meinen ableger zurück an den stand geholt. eine einfache sache, kurz das flugloch mit einem schaumstoffkeil geschlossen, sicherungsgurt rumgemacht und ab ins auto. das ganze natürlich abends damit ich auch alle flugbienen mitnehme.

nach dem aufstellen habe ich die bienen zunächst einige tage in ruhe gelasen. waren doch etwas aufgeregt die damen. ich habe mich dazu entschlossen die königin zu zeichnen. für das jahr 2015 ist die farbe blau angesagt. welcher farbcode für welches jahr gilt, gibt es genug informationen im i-net z.b. hier. dadurch das es relativ wenig bienen auf kleinen raum sind kann man die königin leichter finden. ich habe mir verschieden informationen wie das zeichnen am besten geht angeschaut und habe mich für einige hilfsmittel entschieden.

 

der abfangclip (rechts im bild) ist für mich nicht zu gebrauchen, da die königin, zumindest für mich, viel zu schnell ist. ich habe deshalb diese mit der hand gefangen und in das zeichenrohr gegeben. damit konnte ich die königin fixieren ohne diese zu verletzten und dann die farbe anbringen. normaleweise würde man nun auch gleich noch die flügel beschneiden damit bei einem schwarm dieser in der nähe wieder zu boden geht, das habe ich diesemal aber gelassen.

abschließend wurde der ableger mit 15% milchsäure behandelt wegen der varroa. eine gute möglichkeit da nur sehr wenig brut vorhanden ist.