Faurndau Adventsmarkt 2018

Zum ersten mal waren wir in diesem Jahr mit einem Stand auf einem Weihnachtsmarkt. Im Vorfeld haben wir uns überlegt welche Produkte wir gerne anbieten würden. Honig war klar aber was noch? Zuerst habe wir ganz klassisch an Met gedacht und auch diesen angesetzt. Allerdings dauert es doch länger bis dieser fertig ist und vielleicht sollte man auch den ersten Versuch nicht gleich verkaufen. Alternativ wäre auch noch Kerzen eine Möglichkeit gewesen aber auch hier geht gute Qualität über Geschwindigkeit.  Somit haben wir uns auf andere Bienenprodukte konzentriert. Da waren dann schließlich Bienenwachstücher, Lippenstift, Creme und natürlich verschieden Liköre. Im großen und ganzen eine sehr ausgewogenes Sortiment. 

Auch wenn der erste Weihnachtsmarkt doch eine riesen Anstrengung war und der Aufwand bei weitem nicht dem Ertrag entsprach, war es eine tolle Erfahrung und ein Ansporn auch im kommenden Jahr wieder einen Stand zu machen.

Vielen Dank an alle unsere Freunde, Bekannten und Kunden die uns auf dem Faurndauer Adventsmarkt besucht haben.

Umzug auf den neuen Standort

Nach längerer Vorbereitung war es nun soweit, die Völker konnten auf den neuen Standort gebracht werden. Das Wetter war jetzt nicht so toll aber hierfür war es ausreichend. Nach einer Stunde war es geschafft.

Ursprünglich sollten es eigentlich zehn Völker sein aber gestern habe ich festgestellt das ein Ableger nun doch sehr schwach ist. Ich habe diese über ein Abspergitter einem anderen Ableger aufgesetzt. Mal sehen ob das klappt, im Frühjahr werden wir es sehen.

 

Bastelarbeiten

Die Wintermonate eigenen sich hervorragend das vorhanden Beutenmaterial kritisch anzuschauen. Es sind immer Reparaturen notwendig und neue Dinge können angegangen werden.
In meinem Fall habe ich mich zunächst meiner 3er Ablegerböden angenommen. Diese haben für mich nicht funktioniert. Auf der einen Seite habe ich keine vernünftigen Ableger bekommen, was natürlich verschiedene Gründe hatte welche nicht grundsätzlich technischer Natur waren. Grundsätzlich war mir aber der Platz zu klein um vernünftig arbeiten zu können. Deshalb habe ich mich entschieden diese in 2er Ablegerböden umzuarbeiten. Gleichzeitig habe ich auch noch eine kleine Fluglochrosette angebracht um es einfacher für den Transport zu haben. Dazu habe ich noch neue Trennschiede gemacht die beide Räume dicht abtrennen. Ich denke ich werde noch einen dritten Ablegerboden machen, das sollte dann für die nächsten beiden Jahre reichen.

Ein anderes Thema welches ich immer wieder im Kopf habe ist eine Stockwaage. Im vergangenen Jahr habe ich mit einer Kofferwaage gearbeitet. Über das Hebelgesetzt lässt sich dann sehr einfach das Gewicht der Beute bestimmen. Ein erfahrener Imker „lupft“ die Beuten hinten kurz an und  schätzt so die vorhandene Futtermenge ab. Als Anfänger geht das nicht, es fehlt einem das Gefühl dafür.
Lösungen gibt es viele auf dem Markt, von sehr einfach bis Hightech mit UMTS Unterstützung. Für den Anfang reicht mir eine mechanischen Personenwaage und eine Holzkiste und fertig ist die Stockwaage. Dazu verwende ich noch eine kleine Gewichtsapp auf meinem Handy um mir wöchentlich die Daten zuspeichern, dadurch kann ich sofort sehen wie sich das Gewicht entwickelt. Das ganze werde ich auch nur an meinem Bienenstand am Haus einsetzen wobei nur ein Volk gemessen wird. Es ist daher weiter unabdingbar die anderen Völker regelmäßig zu kontrollieren.

Wachsschmelzer

Im vergangenen Jahr war bei meinem Wirtschaftsvolk durch das Varroakonzept und den Drohnenrahmen wachs angefallen. Das einfachste wäre, den Drohnenrahmen ausschneiden und alles wegschmeißen. Da ich aber irgendwann einmal Kerzen machen möchte, soll das Wachs gewonnen werden. Deshalb habe ich mich entschlossen einen Sonnen- bzw. Dampfwachsschmelzer anzuschaffen. Wie immer kann auch hier die frage gestellt werden: Selber bauen oder kaufen? Die Kosten liegen bei 150-200€ für einen Sonnenwachsschmelzer ohne das dieser irgendwie besonders ist.

Wie man bereits auf dem Bild sehen kann, habe ich mich für selber bauen entschieden. Die Größe wurde so gewählt, das ca. 5-6 Rähmchen gleichzeitig ausgeschmolzen werden können. Anfangs dachte ich an einen reinen Sonnenwachsschmelzer, ich habe diesen dann aber zu einem Dampfwachsschmelzer erweiterte. Nach dem ich etwas im i-net geforscht habe, bin ich auf einen sehr günstigen Dampferzeuger gestoßen. Das gerät ist eigentlich für das ablösen von Tapeten vorgesehen, bei einem preis von knapp 30 Euro ein gutes Angebot. Somit kann ich nun auch bei schlechtem Wetter oder im Winter einschmelzen.

Als Dampferzeuger verwende ich den Wagner W 14 Dampf-Tapetenablöser. das ganze dauert ca. eine halbe Stunde und ist schnell auf- und auch wieder abgebaut. Wenn ich den Tank komplett fülle, reicht dieser für über 1 Stunde was bedeutet, es können ca. 12-15 Rähmchen ausgeschmolzen werden. für die Menge an Rähmchen die in den nächsten Jahren auf mich zukommen ist dies ausreichend.

Werkzeugkiste

Was ich am anfang der Imkerei überhaupt nicht im Auge hatte, waren die ganzen Utensilien die ich am Stand benötige. Smoker, Meisel, Handschuhe usw. Ich dachte immer, das trägst du einfach an den Stand, der ist ja direkt am Haus. Trotzdem hatte ich irgendwann keine lust mehr, 3x die Kellertreppe zu nehmen bis alles verfügbar war. Nachdem ich ein wenig durch das i-net gestreift bin, hatte ich viele sehr aufwändige Lösungen gefunden. Alles sehr nett, allerdings oft doch etwas zu viel. Ich habe mich dann selber, für diese doch eher einfache und schlichte Kiste entschieden. Nach einigen wochen im gebrauch muss ich sagen, das es genau das ist was ich benötige.

Einen weiteren Vorteil den ich nun habe, alle Imker untensilien sind  immer sauber aufgeräumt am gleichen Platz. Seither nehme ich nur noch den Imkerschleier vom hacken, schnapp mit die Kiste und los gehts. Ist jetzt nicht die größte Erfindung, aber doch eine Erleichterung und für meine aktuellen ansprüche absolut ausreichend.