Honigernte 2016

Nach dem die Linde nun auch verblüht ist konnte ich mich an die 2te Ernte des Jahres machen. Drei Tage schlechtes Wetter war ideal, der Honig bestand die Spritz probe und das Refraktometer zeigte 19% Wassergehalt. Ausreichend wenn man man nicht mit dem DIB Glas imkert. Bei der ersten Ernte 2016 habe ich lediglich 10kg ernten können, dass lag vor allem an Volk 4, da es den Honigraum nicht angenommen hatte. Daher wurde dieses auf einen Brutraum mit Honigraum eingeengt. Somit konnten in der Sommertracht zumindest 15kg ausgeschleudert werden. Insgesamt waren es in diesem Jahr 25kg. Das ist zwar unter meinem Ziel von 30-40 kg, ich bin aber trotzdem ganz zufrieden. Der Grund wird wohl gewesen sein, das die Völker insgesamt zu schwach waren und auch für die Ableger einiges an Brutwaben entnommen wurden. In Schulnoten ausgedrückt waren die Völker zwischen befriedigend –  mangelhaft. Der Grundstein für die Stärke der Völker im kommenden Jahren wird in den nächsten Wochen mit der Spätsommerpflege gelegt.

Dieses Jahr wurde zum ersten mal mit der eigenen Honigschleuder geerntet. Ich habe mich für eine einfache 4 Waben tangential Schleuder von Nisala entschieden. Grund war zum einen der Preis und die Möglichkeit später noch auf einen Motor zu wechseln. Die Handhabung war in Ordnung, lediglich in den hohen Drehzahlen schaukelte sich die Schleuder auf. Das lag aber hauptsächlich an den Gummibeine die ich montierte. Das werde ich über den Winter durch etwas anderes ersetzten müssen.  Das reinigen ging leicht von der Hand und

war mit einem lauwarmen Wasserstrahl schnell erledigt. Bestellung und Lieferung war einfach und innerhalb von drei Tagen erledigt. Die Schleuder kam in einer großen Kiste und war hervorragend für den Transport gesichert. Es mussten lediglich die Füße an die Schleuder montiert werden, damit diese einsatzbereit war. Im großen und ganzen bin ich zufrieden und für die Anzahl der Völker in den kommenden Jahre reicht diese aus. Nach dem ersten Jahr würde ich die Schleuder weiterempfehlen.

Stand der Ableger

Nachdem ich in den letzten Wochen fünf Ableger gemacht habe, ist der Erfolg bisher eher durchschnittlich. Die ersten drei Ableger habe ich in einem Dreierboden gemacht. Aus welchen Gründen auch immer  hat dies nicht richtig funktioniert und es wurde lediglich eine Königin nachgezogen. Somit habe ich die beiden Trennschiede gezogen und alles zu einen Ableger vereinigt. Mein zweiter Ableger hat sich normal entwickelt. Es ist eine Königin vorhanden welche inzwischen in Eilage ist.

Der letzten Ableger macht mir etwas Sorgen, es war zwar eine Weiselzelle vorhanden, aber trotz  mehrmaligen nachschauen konnte keine Königin bzw. Stifte gefunden werden. Somit habe ich am 10. Juni eine Brutwabe eingehängt um eine Weiselprobe zu machen. Inzwischen sind acht Tage vergangen und ich konnte eine Weiselzelle entdecken. Das bedeutet das ich den Ableger die kommenden 14 Tage in ruhe lasse, dann sollte die „Neue“ bereits in Eilage sein. Warum die Königin verschwunden ist kann ich nicht nachvollziehen, sie lag zumindest nicht tot auf dem Gitterboden. Vielleicht ist sie beim Hochzeitsflug abhanden gekommen oder wurde ein Opfer des schlechten Wetters? Nach dem aktuellen Stand, sieht es danach aus als ob ich bis jetzt drei Ableger haben werde.

Um auf meine gewünschte Zahl von 8-10 Völker für das kommende Jahr zu kommen, habe ich nun noch einmal zwei Ableger gebildet. Allerdings diesmal mit bereits begatteten Königinnen welche ich von einem anderen Imker zugekauft habe. Diese wurden mit auslaufender Brut und zunächst verschlossenen Zusetzkäfig gebildet. Die Vereinigung von Königin und neuem Volk wird dann durch ausfressen des Futterteiges nochmal verlangsamt. Eine grobe Anleitung dazu gibt es hier. Die beiden Ableger habe ich außerhalb des Flugradius aufgestellt.
In Zukunft werde ich keine Ableger mehr am gleichen Stand machen. Einen weiteren Platz oder zu mindest eine Möglichkeit zeitweise die Bienen außerhalb des Flugradius unterzubringen, erleichtert die Arbeit ungemein.

Ableger, Schwarm und Honig

Das Pfingstwetter wurde durch  polare Kaltluft bestimmt, was bedeutet das die Temperaturen kaum über 10° stiegen und es immer wieder regnete. Für die Flugbienen hieß diese warten und für den Rest – Brutpflege oder umarbeiten der eingelagerten Vorräte.

In den letzten Tagen habe ich an den Wirtschaftsvölkern auf Absperrgitter mit Holzrahmen umgestellt. Der Grund dafür war, dass der Honigraum nicht angenommen wurde. Dies war vor allem bei den beiden starken Völkern der Fall. Bei Volk 2 kam noch hinzu das es einen Honigkranz unterhalb des Absperrgitters angelegt hat. Dieser ist eine natürliche Sperre und verhindert ebenfalls das hochgehen. Hier habe ich zusätzlich noch zwei Honigwaben nach oben gehängt. Bei Volk 3 ist der Honigraum gut besetzt und auch schon einiges ausgebaut und gefüllt. Hier wurde dann lediglich noch ein zweiter Brutraum untergesetzt. Bei Volk 4 tut sich im Honig auch fast gar nichts. Deshalb bin ich aktuell sehr skeptisch, mein Ziel von 40-50 kg Honig in diesem Jahr erreichen zu können. Wahrscheinlich eine Auswirkung der großen Zahl an Ablegern oder der Trachtsituation am Standort, lassen wir uns also erstmal überraschen. Bei der Schwarmkontrolle wurden wenige Spielnäpfchen gefunden und gebrochen. Ein Zwischenbodenableger oder Brutdistanzierung habe ich als Maßnahmen auf dem Schirm, eine Umsetzung aber noch nicht für Nötig empfunden.

In den letzten drei Wochen habe ich die Völker geschröpft und insgesamt fünf Ableger erstellt. Lediglich von dem schwachen Volk 3 habe ich nur einen Ableger gemacht. Ein Teil wurde als Sauglinge gebildet und der Rest direkt mit einer Brutwabe. Alle Ableger sind aktuell in zwei Zargen mit jeweils einem Dreiergitterboden und Trennschieden untergebracht. Hier bleiben diese zumindest für die nächsten vier Wochen. Wenn die neuen Königinnen in  Eilage gehen, gezeichnet werden und ich die Völker mit Milchsäure behandle, werden diese in eigenen Zargen umziehen.
Solange muss ich nun einfach abwarten und hoffen, das alles so klappt wie geplant.

Ableger mit Saugling

Nachdem in der letzten Woche das Wetter eher winterlich war, habe ich am Wochenende die ersten Ableger gemacht. Wie bereits geschrieben wird diese mein Hauptaugenmerke sein, um dann im kommenden Jahr eine entsprechende Anzahl von Völker zu haben. Im vergangenen Jahr hat es nach der von Pia Aumeier beschrieben Methode „Eine Wabe ergibt ein Volk“ gut funktioniert, darum werde ich es diesmal wieder genauso machen. Einziger unterschied wird sein, dass zunächst ein Saugling erstellt wird. Dabei wird eine Brutwabe abgekehrt und ohne ansitzende Bienen über das Absperrgitter in den Honigraum gehängt. Nach 1-2 Stunden ist die Wabe mit Pflegebienen wieder gefüllt, diese werden regelrecht aus den Bruträumen nach oben „gesaugt“. Da ich an diesem Tag etwas wenig Zeit hatte, habe ich den Saugling vorbereitet und am folgenden Tag den Ableger gebildet. Das ganze funktioniert hervorragend, da die Bruträume gar nicht mehr geöffnet werden müssen. Honigraum auf, Brutwabe mit Pflegebienen entnehmen, in die neue Kiste und den Honigraum wieder schließen – fertig. Durch das abkehren der Pflegebienen bei der Bildung des Sauglings ist garantiert, dass die Königin nicht in den Ableger kommt. Somit entfällt die Suche.

Da meine drei Völker sehr unterschiedlich stark sind, habe ich nur Ableger aus Volk 2 und 4 gemacht. Das Volk 3 welches auf einem Brutraum sitzt, habe ich in Ruhe gelassen. Dies werde ich weiter beobachten und später entscheiden was damit geschehen wird. Somit habe ich nun lediglich zwei Ableger. Ich habe mich entschlossen diese nicht für vier Wochen außerhalb des Flugradius zu stellen oder in Kellerhaft zu nehmen, damit die Flugbienen nicht abgehen. Die Meinungen, wie wichtig die Flugbienen für den start des Ableger sind, gehen hier wie sooft weite auseinander. Die Flugbienen werden wohl abgehen und in einigen Tagen werden dafür neue entstehen. Abends nachdem der Flugbetrieb eingestellt war, wurde der Ableger am Stand auf eine neue Stelle gestellt und das Flugloch einen Spalt geöffnet. Nun werde ich in 8-9 Tagen die Weiselzellen bis auf die zwei größten brechen. Mitte Mai sollen dann erneut Ableger entstehen, dann kommen hoffentlich noch einmal drei bis vier weitere hinzu.

Natürlich habe ich auch gleich noch die Schwarmkontrolle durchgeführt. Nach den kalten Tagen war die Gefahr das ein Schwarm abgeht doch sehr groß. Von dieser Seite scheint es aber aktuell kein Gefahr zu geben.

Erste Schwarmkontrolle

Es ist soweit. Wie bereits geschrieben, entwickeln die Völker sich rasant und der Platz in den Beuten kann sehr schnell eng werden. Bei Völkern die stark aus dem Winter gekommen sind, kann es jetzt schon knapp werden.

Bei mir am Stand sieht es so aus, daß das Brutnest sich bei den beiden starken Völkern in den 2ten Brutraum ausgedehnt hat. Die erste Kontrolle hat aber keine  Weiselzellen zu Tage gefördert. Der Drohnenrahmen der vor einer Woche gegeben wurde, ist angenommen und wird ausgebaut. Bei meinem schwachen Volk, welches lediglich auf zwei Zargen geführt wird, habe ich in der oberen Zarge keine Brut entdeckt. Darum habe ich nach der Königin gesucht und diese auch in der unteren Zarge entdeckt. Somit wurde das Absperrgitter eingelegt und die obere Zarge zum Honigraum gemacht. Das Volk wird weiter beobachtet und in 2-3 Wochen nach unten erweitert.

Ich habe gelesen,  das bis zu drei Brutwaben entnommen werden können ohne das dies auf die Honigleistung Auswirkung hat. Ich denke das werde ich auch weitestgehend ausschöpfen.  Ich werde einen der Ableger mit dem Volk 2 vereinigen und vorher die  Königin abdrücken.