abschluss imkerkurs

diese woche war der offiziel letze termin des imker anfängerkurses. ich kann jedem der sich mit diesem thema beschäftigt empfehlen einen solchen kurs zu machen. es gibt zwar sehr viel informationen im i-net oder in büchern welche alle mehr oder weniger gut sind. dies aber zu sortieren und zu entscheiden was wirklich weiter hift, fällt am anfang sehr schwer. durch den kurs bekommt man ein gefühl dafür, was muss wirklich sein und was ist überflüssig.

da man selber nur sehr wenige völker zu betreuen hat (zumindest zu beginn) sind manche tricks und tips zwar gut gemeint, gehen aber über das ziel hinaus. wichtig ist das man irgendwann verstanden hat, welchen bauchladen an werkzeugen man zur verfügung hat und wie diese eingesetzt werden können.

in meinem kurs wurde eine betriebsweise mit zander beuten und rähmchen vermittelt. für ein anderes beutensysteme sieht die arbeitsweise schon wieder ganz anders aus. für meinen teil habe ich zumindest nun ein grundgerüst bzw. ein system gefunden mit dem ich ins kommende bienenjahr gehen kann. ich fühle mich gut gerüstet, wie es allerdings aussieht sollte es zu irgendwelchen extremen kommen, kann ich nicht sagen. ich weis aber das ich zumindest auf das wissen einiger sehr erfahrener profis zurückgreifen kann. zudem werde ich den fortgeschrittenen kurs machen und weitere themen bezogene vorträge in 2016 besuchen.

wie heisst es so schön: frag 3 imker und du erhälst 5 antworten.

 

honigseminar

wie bereits geschrieben habe ich mich für das honigseminar angemeldet. ziel ist es, das ich in zukunft das offiziele logo des deutschen imkerbundes verwenden kann. ich habe mir in den letzten monaten viele gedanken gemacht, soll ich ein eigenes label entwerfen oder nicht? ich bin zu dem schluß gekommen, sowohl als auch.

für die paar kilo aus diesem jahr hatte ich mal ein eigenes label gebaut und das werde ich auch weiterführen. allerdings nur für freunde und bekannte. sollte ich mal eine solche menge an honig ernten, das ich in die verlegenheit komme diese verkaufen zu müssen, werde ich auf das offizielle logo setzen. das wird mich in summe für label und glas ca. 50-60 cent kosten. ich denke das passt.

das DIB label ist aber lediglich ein ergebnis. vielmehr geht es im kurs darum wie kommt der honig aus der wabe bis ins glas. der komplette weg und was muss beachtet werden. es wird ein lebensmittel produziert und da müssen einfach standards eingehalten werden. neben diesen grundlagen bekommt man wie immer auch tips und tricks von einem echten profi. auf alle fälle mal wieder sehr gut angelegte zeit, die mich in meinem hobby weitergebracht hat.

in den letzten tagen hatte ich einen honig der geschamklich zwar gut, von der konsistens aber einfach grauenhaft war. daran sieht man wie wichtig die nachberbeitung des honigs ist. die schritte bis das finale produkt beim endverbraucher auf dem tisch landet, dürfen nicht unterschätzt werden. ich denke ich werde den kurs im kommenden jahr nochmal machen, das eine oder andere kann man ruhig nochmal anhören und vertiefen.

varroa

bisher habe ich zu diesem thema noch nichts geschrieben. das liegt allerdings nicht daran das ich es ignoriere, sondern das ich gott sei dank kaum betroffen bin. ich versuche mich strikt an das Behandlungskonzept der Uni Hohenheim zu halten. das bedeutet das ich bereits im frühjahr immer einen drohnenrahmen eingesetzt habe und alle 14 tage konsequent die drohnenbrut entnommen wurde.

ende juli hat die erste und ende august die zweite behandlung des wirtschaftsvolkes stattgefunden. die ableger auf einer zarge wurde ebenfalls behandelt, allerdings mit ener geringeren menge ameisenssäure. vorher wurde der natürlichen milbenfall mit der windel geprüft (immer mind. 4 tage im magazin).  14 tage nach der behandlung wurde dann erneut der befall geprüft und nichts auffälliges entdeckt. leider ist das keine garantie das es über den winter gut läuft, weiter kontrollen werden nötig sein. abschliesend wird im novemeber oder dezember, abhängig von der vorhanden brut, noch eine oxalsäure beträuffelung stattfinden.

um die ameisensäure in der beute gut zu verteilen wurde diesmal der Liebig Dispenser verwendet. im kommenden jahr wird auch noch der Nassenheider prof. zum einsatz kommen. anschließend kann dann geprüft werden welcher besser wirkt.

einfütterung

einfütterung ist eigentlich nicht alles, besser passt hier der begriff „spätsommerpflege“. das bedeutet dann einfütterung, wabehygene und varroa kontrolle. das sind arbeitsschritte die alle zu dieser jahreszeit erbracht werden müssen. zum thema wabenhygene werde ich diesmal nichts schreiben, das war in diesem jahr noch kein großer posten. die varroa wird einen eigenen thread bekommen. zum thema einfütterung gibt es verschieden informationsquellen, das i-net ist wie immer reichlich damit versorgt. ich fand diese sehr hilfreich.

bei der futtergabe hatte ich bisher bei meinen ablegern immer selbst angerührtes zuckerwasser (3:2) verwendet. nun habe ich mich aber doch für fertiges futter entschieden. auch hier gibt es sehr viele verschieden möglichkeiten,  ich verwende jetzt Apiinvert (das ist keine kaufempfehlung!). grund hierfür war, dass es geruchsneutral ist und somit die räuberei zumindest eindämmen kann. räuberei ist oftmals auf einen fehler des imkers zurückzuführen (falsche tageszeit, unsachgemäßer umgang mit dem futter usw.) . natürlich ist Apiinvert auch praktisch und kann ohne probleme ein jahr gelagert werden.

ich habe zunächst einige eimer Appiinvert gekauft und später auf die nachfüllpacks umgestellt. das ganze ist etwas schwer zu handhaben wenn man dies in kleinere mengen benötigt. deshalb fülle ich das futter in kanister um. mit diesen kann ich dann einfach die tetrapacks oder größere gefäße am bienenstand befüllen.

die menge werde ich über eine kofferwaage kontrolieren und regelmäßig den winter über prüfen. im kurs haben wir das durch einfaches anheben der beuten gemacht, eine gute methode für einen anfänger aber ungeeignet. das wird wohl einige jahre dauern bis ich mir das zutraue.

sommertracht

trotz meines rückschlages mit der drohnenbrütigkeit hat meine wirtschaftsvolk etwas honig geliefert. wie bereits geschrieben habe ich keine honigschleuder deshalb habe ich wieder meine beiden eimer hervorgeholt und damt zumindest etwas honig geerntet. alles zusammen habe ich in diesem jahr ca. 14kg bekommen.

irgendwie hat es mich dann doch gepackt und ich habe etwas mit ppt rumgespielt und mir eine eigenes kleines honig label gemacht.

das ist aber so aufwändig das dies in zukunft nur für eine „limited edition“ verwendung finden wird, als geschenk für freunde und bekannte. honig welchen ich in den verkauf bringen möchte wird das klassische DIB glas und label haben. damit ich diese auch verwenden darf ist der fachkundenachweis honig erforderlich. der kurs hierfür findet im herbst statt.