Ableger, Schwarm und Honig

Das Pfingstwetter wurde durch  polare Kaltluft bestimmt, was bedeutet das die Temperaturen kaum über 10° stiegen und es immer wieder regnete. Für die Flugbienen hieß diese warten und für den Rest – Brutpflege oder umarbeiten der eingelagerten Vorräte.

In den letzten Tagen habe ich an den Wirtschaftsvölkern auf Absperrgitter mit Holzrahmen umgestellt. Der Grund dafür war, dass der Honigraum nicht angenommen wurde. Dies war vor allem bei den beiden starken Völkern der Fall. Bei Volk 2 kam noch hinzu das es einen Honigkranz unterhalb des Absperrgitters angelegt hat. Dieser ist eine natürliche Sperre und verhindert ebenfalls das hochgehen. Hier habe ich zusätzlich noch zwei Honigwaben nach oben gehängt. Bei Volk 3 ist der Honigraum gut besetzt und auch schon einiges ausgebaut und gefüllt. Hier wurde dann lediglich noch ein zweiter Brutraum untergesetzt. Bei Volk 4 tut sich im Honig auch fast gar nichts. Deshalb bin ich aktuell sehr skeptisch, mein Ziel von 40-50 kg Honig in diesem Jahr erreichen zu können. Wahrscheinlich eine Auswirkung der großen Zahl an Ablegern oder der Trachtsituation am Standort, lassen wir uns also erstmal überraschen. Bei der Schwarmkontrolle wurden wenige Spielnäpfchen gefunden und gebrochen. Ein Zwischenbodenableger oder Brutdistanzierung habe ich als Maßnahmen auf dem Schirm, eine Umsetzung aber noch nicht für Nötig empfunden.

In den letzten drei Wochen habe ich die Völker geschröpft und insgesamt fünf Ableger erstellt. Lediglich von dem schwachen Volk 3 habe ich nur einen Ableger gemacht. Ein Teil wurde als Sauglinge gebildet und der Rest direkt mit einer Brutwabe. Alle Ableger sind aktuell in zwei Zargen mit jeweils einem Dreiergitterboden und Trennschieden untergebracht. Hier bleiben diese zumindest für die nächsten vier Wochen. Wenn die neuen Königinnen in  Eilage gehen, gezeichnet werden und ich die Völker mit Milchsäure behandle, werden diese in eigenen Zargen umziehen.
Solange muss ich nun einfach abwarten und hoffen, das alles so klappt wie geplant.

Ableger mit Saugling

Nachdem in der letzten Woche das Wetter eher winterlich war, habe ich am Wochenende die ersten Ableger gemacht. Wie bereits geschrieben wird diese mein Hauptaugenmerke sein, um dann im kommenden Jahr eine entsprechende Anzahl von Völker zu haben. Im vergangenen Jahr hat es nach der von Pia Aumeier beschrieben Methode „Eine Wabe ergibt ein Volk“ gut funktioniert, darum werde ich es diesmal wieder genauso machen. Einziger unterschied wird sein, dass zunächst ein Saugling erstellt wird. Dabei wird eine Brutwabe abgekehrt und ohne ansitzende Bienen über das Absperrgitter in den Honigraum gehängt. Nach 1-2 Stunden ist die Wabe mit Pflegebienen wieder gefüllt, diese werden regelrecht aus den Bruträumen nach oben „gesaugt“. Da ich an diesem Tag etwas wenig Zeit hatte, habe ich den Saugling vorbereitet und am folgenden Tag den Ableger gebildet. Das ganze funktioniert hervorragend, da die Bruträume gar nicht mehr geöffnet werden müssen. Honigraum auf, Brutwabe mit Pflegebienen entnehmen, in die neue Kiste und den Honigraum wieder schließen – fertig. Durch das abkehren der Pflegebienen bei der Bildung des Sauglings ist garantiert, dass die Königin nicht in den Ableger kommt. Somit entfällt die Suche.

Da meine drei Völker sehr unterschiedlich stark sind, habe ich nur Ableger aus Volk 2 und 4 gemacht. Das Volk 3 welches auf einem Brutraum sitzt, habe ich in Ruhe gelassen. Dies werde ich weiter beobachten und später entscheiden was damit geschehen wird. Somit habe ich nun lediglich zwei Ableger. Ich habe mich entschlossen diese nicht für vier Wochen außerhalb des Flugradius zu stellen oder in Kellerhaft zu nehmen, damit die Flugbienen nicht abgehen. Die Meinungen, wie wichtig die Flugbienen für den start des Ableger sind, gehen hier wie sooft weite auseinander. Die Flugbienen werden wohl abgehen und in einigen Tagen werden dafür neue entstehen. Abends nachdem der Flugbetrieb eingestellt war, wurde der Ableger am Stand auf eine neue Stelle gestellt und das Flugloch einen Spalt geöffnet. Nun werde ich in 8-9 Tagen die Weiselzellen bis auf die zwei größten brechen. Mitte Mai sollen dann erneut Ableger entstehen, dann kommen hoffentlich noch einmal drei bis vier weitere hinzu.

Natürlich habe ich auch gleich noch die Schwarmkontrolle durchgeführt. Nach den kalten Tagen war die Gefahr das ein Schwarm abgeht doch sehr groß. Von dieser Seite scheint es aber aktuell kein Gefahr zu geben.

Erste Schwarmkontrolle

Es ist soweit. Wie bereits geschrieben, entwickeln die Völker sich rasant und der Platz in den Beuten kann sehr schnell eng werden. Bei Völkern die stark aus dem Winter gekommen sind, kann es jetzt schon knapp werden.

Bei mir am Stand sieht es so aus, daß das Brutnest sich bei den beiden starken Völkern in den 2ten Brutraum ausgedehnt hat. Die erste Kontrolle hat aber keine  Weiselzellen zu Tage gefördert. Der Drohnenrahmen der vor einer Woche gegeben wurde, ist angenommen und wird ausgebaut. Bei meinem schwachen Volk, welches lediglich auf zwei Zargen geführt wird, habe ich in der oberen Zarge keine Brut entdeckt. Darum habe ich nach der Königin gesucht und diese auch in der unteren Zarge entdeckt. Somit wurde das Absperrgitter eingelegt und die obere Zarge zum Honigraum gemacht. Das Volk wird weiter beobachtet und in 2-3 Wochen nach unten erweitert.

Ich habe gelesen,  das bis zu drei Brutwaben entnommen werden können ohne das dies auf die Honigleistung Auswirkung hat. Ich denke das werde ich auch weitestgehend ausschöpfen.  Ich werde einen der Ableger mit dem Volk 2 vereinigen und vorher die  Königin abdrücken.

Rasante Entwicklung

Leider hat in diesem Jahr der Frühling sehr lange auf sich warten lassen. Erst mitte März kam langsam etwas Fahrt auf. Die Völker sind bei uns deshalb etwas mit der Entwicklung hinterher, allerdings holen Sie diese gerade rasant auf. Ende März habe ich den 2. Brutraum gegeben und heute bei der Durchsicht war dort verdeckelte Brut zu sehe. Die Blüte der Wildkirsche hat angefang, das bedeutet auch der Honigraum sollte, bei starken Völkern, aufgesetzt werden. Die Wettervorhersage für die kommende Woche sieht sehr gut aus. Das sollte der Volksentwicklung nochmal einen richtigen Schub bekommen.

Wie bereits geschrieben sind die Völker sehr unterschiedlich in ihrer Entwicklung. Volk 2 ist klar das stärkste Volk und hat den 2. Brutraum schon gut besetzt und angefangen auszubauen. Fast das gleiche Bild auch bei Volk 4, vielleicht insgesmat einen kleinen ticken schlechter. Daher habe ich bei beiden den Honigraum über das Absperrgitter aufgesetzt. Das Volk 3 ist und bleibt ein Schwächling. Inzwischen bin ich zu der Ansicht gekommen, mit einigen Völkern mehr mehr, wäre dieses Volk längst aufgelöst. So aber halte ich daran fest. Ich werde es nun weiterführen und der 2. Brutraum wird wohl bei der nächsten Durchsicht zum Honigraum und dafür wird ein weiterer Brutraum untergesetzt.

Vor sechs Tagen habe ich die Varroaschieber eingelegt. Diesen habe ich heute entnommen und angschaut. Das sah sehr gut aus, der natürliche Milbenfall ist überall kleiner 1. Von der Seite ist zunächst nichts zu befürchten. Ebefalls ist seit einer Woche als natürliche Milbenfalle, der Drohnenrahmen in den Völkern.

Wachsschmelzer

Im vergangenen Jahr war bei meinem Wirtschaftsvolk durch das Varroakonzept und den Drohnenrahmen wachs angefallen. Das einfachste wäre, den Drohnenrahmen ausschneiden und alles wegschmeißen. Da ich aber irgendwann einmal Kerzen machen möchte, soll das Wachs gewonnen werden. Deshalb habe ich mich entschlossen einen Sonnen- bzw. Dampfwachsschmelzer anzuschaffen. Wie immer kann auch hier die frage gestellt werden: Selber bauen oder kaufen? Die Kosten liegen bei 150-200€ für einen Sonnenwachsschmelzer ohne das dieser irgendwie besonders ist.

Wie man bereits auf dem Bild sehen kann, habe ich mich für selber bauen entschieden. Die Größe wurde so gewählt, das ca. 5-6 Rähmchen gleichzeitig ausgeschmolzen werden können. Anfangs dachte ich an einen reinen Sonnenwachsschmelzer, ich habe diesen dann aber zu einem Dampfwachsschmelzer erweiterte. Nach dem ich etwas im i-net geforscht habe, bin ich auf einen sehr günstigen Dampferzeuger gestoßen. Das gerät ist eigentlich für das ablösen von Tapeten vorgesehen, bei einem preis von knapp 30 Euro ein gutes Angebot. Somit kann ich nun auch bei schlechtem Wetter oder im Winter einschmelzen.

Als Dampferzeuger verwende ich den Wagner W 14 Dampf-Tapetenablöser. das ganze dauert ca. eine halbe Stunde und ist schnell auf- und auch wieder abgebaut. Wenn ich den Tank komplett fülle, reicht dieser für über 1 Stunde was bedeutet, es können ca. 12-15 Rähmchen ausgeschmolzen werden. für die Menge an Rähmchen die in den nächsten Jahren auf mich zukommen ist dies ausreichend.