Spätsommerpflege

Bevor die Spätsommerpflege starten konnte, habe ich zunächst meinen neuen Bienenstand aufgebaut. Von einem Bekannten habe ich auf dessen Streuobstwiese einen Platz bekommen auf dem nun ein Teil meiner Bienen steht. Der Vorteil ist das die Wiese komplett eingezäunt ist und auch noch einiges an Ausbaureserve hat. Nachteil ist das ich fahren muss und nicht mehr einfach raus in den Garten kann und direkt am Bienenstand stehe.
Bei der Spätsommerpflege, gibt es mehrere Ziele die abgearbeitet werden sollten: Wabenhygiene,  Varroabehandlung, das bilden von starke Völker (evtl. umweiseln alter Königinnen) und zum Abschluss das auffüttern.
Die Wabenhygiene war schnell erledigt da ich kaum alte Waben hatte das wird im kommenden Jahr anders aussehen. Dann wird der Dampfwachsschmelzer auch mehr zu tun bekommen. Diesen hatte ich im laufenden Jahr nur für die Drohnenrahmen im Einsatz. Es hat sich gezeigt das ich diesen über die Wintermonate noch etwas umarbeiten muss. Der Wachs Auffangbehälter ist zu klein um eine eine große Anzahl von Rähmchen effektiv auszuschmelzen.
Die Varroabehandlung bei meinen Wirtschaftsvölkern wurde diesmal mit Teilen und Behandeln (TuB) gemacht. Über den genaue Ablauf gibt es von Dr. Liebig eine kleine Filmreihe. Wichtig war für mich, das mit TuB bis Mitte Juli bereits begonnen wird, damit aus Flugling und Brutling noch annehmbar starke Völker entstehen können. Die entscheidende Varroabehandlung findet sowohl beim Flugling (2 Tage nach dem Start) als auch beim Brutling (21 Tage nach dem erstellen) in brutfreiem Zustand mit Milchsäure statt. Dabei wird jede Wabe gezogen und mit MS besprüht. Zudem habe ich durch diese Methode lauter einzargige „Ableger“ bekommen. Meine restlichen, im Frühjahr gebildeten Ableger wurden zu einem späteren Zeitpunkt mit Ameisensäure und dem Liebig Dispenser behandelt.

Abschließend wurden alle Völker mit ca. 2x5l Apiinvert aufgefüttert. Es wäre natürlich auch möglich eigenes Zuckerwasser anzurühren, wegen der einfachen Handhabung habe ich mich aber für das fertige Futter entschieden.
Zum Abschluss habe ich Mitte Oktober  allen Beuten Mäusegitter angebracht. Ab jetzt werde ich lediglich noch beobachten wie sich die Völker entwickeln (Gewicht und Futter) und ob diese Brutfrei sind. Sobald dies der Fall ist werde ich die Oxalsäure Behandlung durchführen.

 

 

 

einfütterung

einfütterung ist eigentlich nicht alles, besser passt hier der begriff „spätsommerpflege“. das bedeutet dann einfütterung, wabehygene und varroa kontrolle. das sind arbeitsschritte die alle zu dieser jahreszeit erbracht werden müssen. zum thema wabenhygene werde ich diesmal nichts schreiben, das war in diesem jahr noch kein großer posten. die varroa wird einen eigenen thread bekommen. zum thema einfütterung gibt es verschieden informationsquellen, das i-net ist wie immer reichlich damit versorgt. ich fand diese sehr hilfreich.

bei der futtergabe hatte ich bisher bei meinen ablegern immer selbst angerührtes zuckerwasser (3:2) verwendet. nun habe ich mich aber doch für fertiges futter entschieden. auch hier gibt es sehr viele verschieden möglichkeiten,  ich verwende jetzt Apiinvert (das ist keine kaufempfehlung!). grund hierfür war, dass es geruchsneutral ist und somit die räuberei zumindest eindämmen kann. räuberei ist oftmals auf einen fehler des imkers zurückzuführen (falsche tageszeit, unsachgemäßer umgang mit dem futter usw.) . natürlich ist Apiinvert auch praktisch und kann ohne probleme ein jahr gelagert werden.

ich habe zunächst einige eimer Appiinvert gekauft und später auf die nachfüllpacks umgestellt. das ganze ist etwas schwer zu handhaben wenn man dies in kleinere mengen benötigt. deshalb fülle ich das futter in kanister um. mit diesen kann ich dann einfach die tetrapacks oder größere gefäße am bienenstand befüllen.

die menge werde ich über eine kofferwaage kontrolieren und regelmäßig den winter über prüfen. im kurs haben wir das durch einfaches anheben der beuten gemacht, eine gute methode für einen anfänger aber ungeeignet. das wird wohl einige jahre dauern bis ich mir das zutraue.