Rapshonig

Auch in diesem Jahr wollen wir wieder Raps Honig machen. Nachdem die Obstblüte mehr oder weniger durch ist, sind wir am Wochenende mit einigen Völkern auf die Schwäbische Alb gewandert.

Es ist alles bereit noch etwas Regen dann sollte es mit dem Raps klappen.

 

Es honigt ….

Der milde Winter und das zu warme Frühjahr hat die Völker so richtig in fahrt gebracht. Nun blühen Kirsche, Birne, Apfel….
Der  Honigraum ist aufgesetzt und die Bienen können bestäuben.

Sammelbrutableger (SBA)

Zuchtrachmen

Eine der schönsten Aufgaben in der Imkerei ist das bilden von neuen Völkern – den sogenannten Ablegern. Ziele dieser Maßnahme sind das verstärken von schwachen Völkern, verjüngung der Völker durch umweiseln der Königinnen oder einfach nur die Anzahl der Völker zu erhöhen. Eine Tätigkeit die immer Ende April – Anfang Mai ihren Anfang nimmt.
Bei uns wird dies gestartet durch das bilden eines sogenannten Sammelbrutableger (SBA). Dabei werden aus mehreren Völkern Brutzellen in einer Zarge gesammelt, diesem wird nach mehreren Tage ein Zuchtrahmen mit jüngsten Larven zugehängt. Diese stammen aus dem vermeintlich besten Volk das der Imker für die Vermehrung am geeignetsten hält.. Das Ziel ist es die besten Eigenschaften den neuen Königinnen und Völkern mitzugeben. Eine Tätigkeit die ein Terminlich genaues arbeiten erfordert den hierbei kommt der Spruch 3-5-8 Königinn gemacht voll zum tragen.

Im Frühjahr werden …

… die Völker gezählt. Dieser alte Spruch hat in diesem Jahr nicht zu 100% gepasst. Besser wäre gewesen, dass zwei mal gezählt wird. Einmal vor dem Kälteeinbruch und einmal danach. In meinem Fall kamen die Völker alle gut aus dem Winter und gingen auch schon in Brut. Bei den teilweise -10° wurde die Bruttätigkeit eingestellt und die Völker haben sich zusammengezogen zurück in die Wintertraube. Das fatale Ergebnis bei zwei Ablegern war dann ein Futterabriss.

Somit kann ich nun mit 10 Völkern planen. Diese sind vom Entwicklungsstand sehr unterschiedlich. Es gibt sowohl ein sehr schwaches Volk als auch zwei bis drei sehr starke Völker. Das schwache Volk wurde über Absperrgitter auf ein starkes Wirtschaftsvolk aufgesetzt. Dies bleibt bis zur Kirschblüte, erst dann werden die Völker wieder getrennt. Grundsätzlich bin ich vor allem mit den Wirtschaftsvölkern sehr zufrieden. Auch die Futterversorgung ist noch sehr gut. Ein austausch von Futterwaben war nur in wenigen Fällen nötig.

Somit sehen nun meine Ziele für dieses Jahr so aus:

  • Gesundheitszeugnis holen für die beabsichtigte Wanderung (Termin schon gemacht).
  • Mit drei bis vier Völkern in den Raps wandern.
  • Sechs Brutwabenableger erstellen – anzahl der Wirtschaftsvölker auf 15 erhöhen
  • Verjüngen der Königinnen damit nur noch max. einjährige in den Winter gehen.

Als nächstes wird der Honigraum in einigen Tagen aufgesetzt.

Ableger mit Saugling

Nachdem in der letzten Woche das Wetter eher winterlich war, habe ich am Wochenende die ersten Ableger gemacht. Wie bereits geschrieben wird diese mein Hauptaugenmerke sein, um dann im kommenden Jahr eine entsprechende Anzahl von Völker zu haben. Im vergangenen Jahr hat es nach der von Pia Aumeier beschrieben Methode „Eine Wabe ergibt ein Volk“ gut funktioniert, darum werde ich es diesmal wieder genauso machen. Einziger unterschied wird sein, dass zunächst ein Saugling erstellt wird. Dabei wird eine Brutwabe abgekehrt und ohne ansitzende Bienen über das Absperrgitter in den Honigraum gehängt. Nach 1-2 Stunden ist die Wabe mit Pflegebienen wieder gefüllt, diese werden regelrecht aus den Bruträumen nach oben „gesaugt“. Da ich an diesem Tag etwas wenig Zeit hatte, habe ich den Saugling vorbereitet und am folgenden Tag den Ableger gebildet. Das ganze funktioniert hervorragend, da die Bruträume gar nicht mehr geöffnet werden müssen. Honigraum auf, Brutwabe mit Pflegebienen entnehmen, in die neue Kiste und den Honigraum wieder schließen – fertig. Durch das abkehren der Pflegebienen bei der Bildung des Sauglings ist garantiert, dass die Königin nicht in den Ableger kommt. Somit entfällt die Suche.

Da meine drei Völker sehr unterschiedlich stark sind, habe ich nur Ableger aus Volk 2 und 4 gemacht. Das Volk 3 welches auf einem Brutraum sitzt, habe ich in Ruhe gelassen. Dies werde ich weiter beobachten und später entscheiden was damit geschehen wird. Somit habe ich nun lediglich zwei Ableger. Ich habe mich entschlossen diese nicht für vier Wochen außerhalb des Flugradius zu stellen oder in Kellerhaft zu nehmen, damit die Flugbienen nicht abgehen. Die Meinungen, wie wichtig die Flugbienen für den start des Ableger sind, gehen hier wie sooft weite auseinander. Die Flugbienen werden wohl abgehen und in einigen Tagen werden dafür neue entstehen. Abends nachdem der Flugbetrieb eingestellt war, wurde der Ableger am Stand auf eine neue Stelle gestellt und das Flugloch einen Spalt geöffnet. Nun werde ich in 8-9 Tagen die Weiselzellen bis auf die zwei größten brechen. Mitte Mai sollen dann erneut Ableger entstehen, dann kommen hoffentlich noch einmal drei bis vier weitere hinzu.

Natürlich habe ich auch gleich noch die Schwarmkontrolle durchgeführt. Nach den kalten Tagen war die Gefahr das ein Schwarm abgeht doch sehr groß. Von dieser Seite scheint es aber aktuell kein Gefahr zu geben.