Im Frühjahr werden …

… die Völker gezählt. Dieser alte Spruch hat in diesem Jahr nicht zu 100% gepasst. Besser wäre gewesen, dass zwei mal gezählt wird. Einmal vor dem Kälteeinbruch und einmal danach. In meinem Fall kamen die Völker alle gut aus dem Winter und gingen auch schon in Brut. Bei den teilweise -10° wurde die Bruttätigkeit eingestellt und die Völker haben sich zusammengezogen zurück in die Wintertraube. Das fatale Ergebnis bei zwei Ablegern war dann ein Futterabriss.

Somit kann ich nun mit 10 Völkern planen. Diese sind vom Entwicklungsstand sehr unterschiedlich. Es gibt sowohl ein sehr schwaches Volk als auch zwei bis drei sehr starke Völker. Das schwache Volk wurde über Absperrgitter auf ein starkes Wirtschaftsvolk aufgesetzt. Dies bleibt bis zur Kirschblüte, erst dann werden die Völker wieder getrennt. Grundsätzlich bin ich vor allem mit den Wirtschaftsvölkern sehr zufrieden. Auch die Futterversorgung ist noch sehr gut. Ein austausch von Futterwaben war nur in wenigen Fällen nötig.

Somit sehen nun meine Ziele für dieses Jahr so aus:

  • Gesundheitszeugnis holen für die beabsichtigte Wanderung (Termin schon gemacht).
  • Mit drei bis vier Völkern in den Raps wandern.
  • Sechs Brutwabenableger erstellen – anzahl der Wirtschaftsvölker auf 15 erhöhen
  • Verjüngen der Königinnen damit nur noch max. einjährige in den Winter gehen.

Als nächstes wird der Honigraum in einigen Tagen aufgesetzt.

Ableger mit Saugling

Nachdem in der letzten Woche das Wetter eher winterlich war, habe ich am Wochenende die ersten Ableger gemacht. Wie bereits geschrieben wird diese mein Hauptaugenmerke sein, um dann im kommenden Jahr eine entsprechende Anzahl von Völker zu haben. Im vergangenen Jahr hat es nach der von Pia Aumeier beschrieben Methode „Eine Wabe ergibt ein Volk“ gut funktioniert, darum werde ich es diesmal wieder genauso machen. Einziger unterschied wird sein, dass zunächst ein Saugling erstellt wird. Dabei wird eine Brutwabe abgekehrt und ohne ansitzende Bienen über das Absperrgitter in den Honigraum gehängt. Nach 1-2 Stunden ist die Wabe mit Pflegebienen wieder gefüllt, diese werden regelrecht aus den Bruträumen nach oben „gesaugt“. Da ich an diesem Tag etwas wenig Zeit hatte, habe ich den Saugling vorbereitet und am folgenden Tag den Ableger gebildet. Das ganze funktioniert hervorragend, da die Bruträume gar nicht mehr geöffnet werden müssen. Honigraum auf, Brutwabe mit Pflegebienen entnehmen, in die neue Kiste und den Honigraum wieder schließen – fertig. Durch das abkehren der Pflegebienen bei der Bildung des Sauglings ist garantiert, dass die Königin nicht in den Ableger kommt. Somit entfällt die Suche.

Da meine drei Völker sehr unterschiedlich stark sind, habe ich nur Ableger aus Volk 2 und 4 gemacht. Das Volk 3 welches auf einem Brutraum sitzt, habe ich in Ruhe gelassen. Dies werde ich weiter beobachten und später entscheiden was damit geschehen wird. Somit habe ich nun lediglich zwei Ableger. Ich habe mich entschlossen diese nicht für vier Wochen außerhalb des Flugradius zu stellen oder in Kellerhaft zu nehmen, damit die Flugbienen nicht abgehen. Die Meinungen, wie wichtig die Flugbienen für den start des Ableger sind, gehen hier wie sooft weite auseinander. Die Flugbienen werden wohl abgehen und in einigen Tagen werden dafür neue entstehen. Abends nachdem der Flugbetrieb eingestellt war, wurde der Ableger am Stand auf eine neue Stelle gestellt und das Flugloch einen Spalt geöffnet. Nun werde ich in 8-9 Tagen die Weiselzellen bis auf die zwei größten brechen. Mitte Mai sollen dann erneut Ableger entstehen, dann kommen hoffentlich noch einmal drei bis vier weitere hinzu.

Natürlich habe ich auch gleich noch die Schwarmkontrolle durchgeführt. Nach den kalten Tagen war die Gefahr das ein Schwarm abgeht doch sehr groß. Von dieser Seite scheint es aber aktuell kein Gefahr zu geben.

Erste Schwarmkontrolle

Es ist soweit. Wie bereits geschrieben, entwickeln die Völker sich rasant und der Platz in den Beuten kann sehr schnell eng werden. Bei Völkern die stark aus dem Winter gekommen sind, kann es jetzt schon knapp werden.

Bei mir am Stand sieht es so aus, daß das Brutnest sich bei den beiden starken Völkern in den 2ten Brutraum ausgedehnt hat. Die erste Kontrolle hat aber keine  Weiselzellen zu Tage gefördert. Der Drohnenrahmen der vor einer Woche gegeben wurde, ist angenommen und wird ausgebaut. Bei meinem schwachen Volk, welches lediglich auf zwei Zargen geführt wird, habe ich in der oberen Zarge keine Brut entdeckt. Darum habe ich nach der Königin gesucht und diese auch in der unteren Zarge entdeckt. Somit wurde das Absperrgitter eingelegt und die obere Zarge zum Honigraum gemacht. Das Volk wird weiter beobachtet und in 2-3 Wochen nach unten erweitert.

Ich habe gelesen,  das bis zu drei Brutwaben entnommen werden können ohne das dies auf die Honigleistung Auswirkung hat. Ich denke das werde ich auch weitestgehend ausschöpfen.  Ich werde einen der Ableger mit dem Volk 2 vereinigen und vorher die  Königin abdrücken.

Rasante Entwicklung

Leider hat in diesem Jahr der Frühling sehr lange auf sich warten lassen. Erst mitte März kam langsam etwas Fahrt auf. Die Völker sind bei uns deshalb etwas mit der Entwicklung hinterher, allerdings holen Sie diese gerade rasant auf. Ende März habe ich den 2. Brutraum gegeben und heute bei der Durchsicht war dort verdeckelte Brut zu sehe. Die Blüte der Wildkirsche hat angefang, das bedeutet auch der Honigraum sollte, bei starken Völkern, aufgesetzt werden. Die Wettervorhersage für die kommende Woche sieht sehr gut aus. Das sollte der Volksentwicklung nochmal einen richtigen Schub bekommen.

Wie bereits geschrieben sind die Völker sehr unterschiedlich in ihrer Entwicklung. Volk 2 ist klar das stärkste Volk und hat den 2. Brutraum schon gut besetzt und angefangen auszubauen. Fast das gleiche Bild auch bei Volk 4, vielleicht insgesmat einen kleinen ticken schlechter. Daher habe ich bei beiden den Honigraum über das Absperrgitter aufgesetzt. Das Volk 3 ist und bleibt ein Schwächling. Inzwischen bin ich zu der Ansicht gekommen, mit einigen Völkern mehr mehr, wäre dieses Volk längst aufgelöst. So aber halte ich daran fest. Ich werde es nun weiterführen und der 2. Brutraum wird wohl bei der nächsten Durchsicht zum Honigraum und dafür wird ein weiterer Brutraum untergesetzt.

Vor sechs Tagen habe ich die Varroaschieber eingelegt. Diesen habe ich heute entnommen und angschaut. Das sah sehr gut aus, der natürliche Milbenfall ist überall kleiner 1. Von der Seite ist zunächst nichts zu befürchten. Ebefalls ist seit einer Woche als natürliche Milbenfalle, der Drohnenrahmen in den Völkern.