oxalsäure behandlung

heute war es endlich so weit, ich habe mich an die varroa behandlung mit der oxalsäure gemacht. wir hatten hierzu im imkerkurs anfang dezember extra noch einen termin. dabei wurde erneut das komplette behandlungskonzept durchgegangen. bei der oxalsäure gibt es zwei wichtige punkte. der eine ist die brutfreiheit der andere sind die temperaturen. im gegensatz zur ameisensäure wirkt die oxalsäure nicht in die verdeckelte brut. die behandlung wirkt am besten bei einer aussentemperatur von -5° bis +5°. bei solchen temperaturen sitzen die bienen eng in der wintertraube.

in diesem jahr hatten wir solche bedingungen erst einmal, allerdings waren wir da von brutfreiheit noch weit entfernt. wie auf dem bild zu sehen ist, war eine geschlossenen wintertraube leider nicht vorhanden. die temperaturen lagen morgens um 9 uhr bereits bei +8°. länger warten wollte ich nicht, da die völker ab der wintersonnwende oft schon wieder die bruttätigkeit aufnehmen. wie vorgegeben bekam ein starkes volk 50ml, ein mittleres volk 40ml und ein schwächers volk 30ml. bei lediglich vier völkern war das ganze schnell erledigt.

als nächstes werde ich so um den 10. januar die varroa windel einschieben um den natürlichen milbenfall zu kontrollieren.

varroa

bisher habe ich zu diesem thema noch nichts geschrieben. das liegt allerdings nicht daran das ich es ignoriere, sondern das ich gott sei dank kaum betroffen bin. ich versuche mich strikt an das Behandlungskonzept der Uni Hohenheim zu halten. das bedeutet das ich bereits im frühjahr immer einen drohnenrahmen eingesetzt habe und alle 14 tage konsequent die drohnenbrut entnommen wurde.

ende juli hat die erste und ende august die zweite behandlung des wirtschaftsvolkes stattgefunden. die ableger auf einer zarge wurde ebenfalls behandelt, allerdings mit ener geringeren menge ameisenssäure. vorher wurde der natürlichen milbenfall mit der windel geprüft (immer mind. 4 tage im magazin).  14 tage nach der behandlung wurde dann erneut der befall geprüft und nichts auffälliges entdeckt. leider ist das keine garantie das es über den winter gut läuft, weiter kontrollen werden nötig sein. abschliesend wird im novemeber oder dezember, abhängig von der vorhanden brut, noch eine oxalsäure beträuffelung stattfinden.

um die ameisensäure in der beute gut zu verteilen wurde diesmal der Liebig Dispenser verwendet. im kommenden jahr wird auch noch der Nassenheider prof. zum einsatz kommen. anschließend kann dann geprüft werden welcher besser wirkt.