Rasante Entwicklung

Leider hat in diesem Jahr der Frühling sehr lange auf sich warten lassen. Erst mitte März kam langsam etwas Fahrt auf. Die Völker sind bei uns deshalb etwas mit der Entwicklung hinterher, allerdings holen Sie diese gerade rasant auf. Ende März habe ich den 2. Brutraum gegeben und heute bei der Durchsicht war dort verdeckelte Brut zu sehe. Die Blüte der Wildkirsche hat angefang, das bedeutet auch der Honigraum sollte, bei starken Völkern, aufgesetzt werden. Die Wettervorhersage für die kommende Woche sieht sehr gut aus. Das sollte der Volksentwicklung nochmal einen richtigen Schub bekommen.

Wie bereits geschrieben sind die Völker sehr unterschiedlich in ihrer Entwicklung. Volk 2 ist klar das stärkste Volk und hat den 2. Brutraum schon gut besetzt und angefangen auszubauen. Fast das gleiche Bild auch bei Volk 4, vielleicht insgesmat einen kleinen ticken schlechter. Daher habe ich bei beiden den Honigraum über das Absperrgitter aufgesetzt. Das Volk 3 ist und bleibt ein Schwächling. Inzwischen bin ich zu der Ansicht gekommen, mit einigen Völkern mehr mehr, wäre dieses Volk längst aufgelöst. So aber halte ich daran fest. Ich werde es nun weiterführen und der 2. Brutraum wird wohl bei der nächsten Durchsicht zum Honigraum und dafür wird ein weiterer Brutraum untergesetzt.

Vor sechs Tagen habe ich die Varroaschieber eingelegt. Diesen habe ich heute entnommen und angschaut. Das sah sehr gut aus, der natürliche Milbenfall ist überall kleiner 1. Von der Seite ist zunächst nichts zu befürchten. Ebefalls ist seit einer Woche als natürliche Milbenfalle, der Drohnenrahmen in den Völkern.

Zweiter Brutraum

„Es gibt kein zu früh, nur zu spät“, mit diesem Satz beschreibt Dr. Liebig die Zeit den zweiten Brutraum aufzusetzen. Den Zeitpunkt bestimmt die Salweide, sobald diese blüht wird der Brutraum erweitert, um dem Volk den nötigen Platz zur Entwicklung zu geben. Die Salweide zeigte ihre Blüten in diesem Jahr am 17. März.  Bei einer Kontrolle einige Tage vorher war noch keine Brut in den Völkern vorhanden, somit konnte ich mir etwas Zeit lassen. Heute war es soweit, dabei habe ich die Völker durchgesehen, die Volksstärke ermittelt, Futter kontrolliert, nach Brut geschaut und am Ende den zweiten Brutraum aufgesetzt.

Um die Volksstärke bestimmen zu können habe ich mir die Methode der Liebefelder Schätzmethode angeeignet. Aus meiner Sicht eine gute und einfache Möglichkeit, es ist lediglich etwas Übung von Nöten. Es hat sich bestätigt das zwei Völker normal sind und eins ein Schwächling. Keines der Völker gehört zu den starken mit mehr als 10 000 Bienen. Die Völker 2 und 4 haben jeweils ca. 5000 Bienen und Volk 3 nur etwa 2500. Eigentlich ein Sannierungsfall, ich bin mir nur noch nicht sicher ob ich diesen auf ein anderes Volk über ein Absperrgitter aufsetzen werde oder einfach weiter „normal“ entwickeln lasse.

Mal sehen was im Imkerverein drüber gesprochen wird. Ausreichend Futter und Brut war bei alle Völkern vorhanden. Leider ist nicht genug Futter vorhanden um eine komplette Futterrandwabe rauszunehmen für die Ableger. Ich muss im kommenden Herbst mehr Futter geben!

Da es in den nächsten Tagen eigentlich keinen Frost mehr geben soll und die Wetterprognose gut aussieht, habe ich auch gleich noch die Mäusegitter entfernt.