Stand der Ableger

Nachdem ich in den letzten Wochen fünf Ableger gemacht habe, ist der Erfolg bisher eher durchschnittlich. Die ersten drei Ableger habe ich in einem Dreierboden gemacht. Aus welchen Gründen auch immer  hat dies nicht richtig funktioniert und es wurde lediglich eine Königin nachgezogen. Somit habe ich die beiden Trennschiede gezogen und alles zu einen Ableger vereinigt. Mein zweiter Ableger hat sich normal entwickelt. Es ist eine Königin vorhanden welche inzwischen in Eilage ist.

Der letzten Ableger macht mir etwas Sorgen, es war zwar eine Weiselzelle vorhanden, aber trotz  mehrmaligen nachschauen konnte keine Königin bzw. Stifte gefunden werden. Somit habe ich am 10. Juni eine Brutwabe eingehängt um eine Weiselprobe zu machen. Inzwischen sind acht Tage vergangen und ich konnte eine Weiselzelle entdecken. Das bedeutet das ich den Ableger die kommenden 14 Tage in ruhe lasse, dann sollte die „Neue“ bereits in Eilage sein. Warum die Königin verschwunden ist kann ich nicht nachvollziehen, sie lag zumindest nicht tot auf dem Gitterboden. Vielleicht ist sie beim Hochzeitsflug abhanden gekommen oder wurde ein Opfer des schlechten Wetters? Nach dem aktuellen Stand, sieht es danach aus als ob ich bis jetzt drei Ableger haben werde.

Um auf meine gewünschte Zahl von 8-10 Völker für das kommende Jahr zu kommen, habe ich nun noch einmal zwei Ableger gebildet. Allerdings diesmal mit bereits begatteten Königinnen welche ich von einem anderen Imker zugekauft habe. Diese wurden mit auslaufender Brut und zunächst verschlossenen Zusetzkäfig gebildet. Die Vereinigung von Königin und neuem Volk wird dann durch ausfressen des Futterteiges nochmal verlangsamt. Eine grobe Anleitung dazu gibt es hier. Die beiden Ableger habe ich außerhalb des Flugradius aufgestellt.
In Zukunft werde ich keine Ableger mehr am gleichen Stand machen. Einen weiteren Platz oder zu mindest eine Möglichkeit zeitweise die Bienen außerhalb des Flugradius unterzubringen, erleichtert die Arbeit ungemein.

Ableger, Schwarm und Honig

Das Pfingstwetter wurde durch  polare Kaltluft bestimmt, was bedeutet das die Temperaturen kaum über 10° stiegen und es immer wieder regnete. Für die Flugbienen hieß diese warten und für den Rest – Brutpflege oder umarbeiten der eingelagerten Vorräte.

In den letzten Tagen habe ich an den Wirtschaftsvölkern auf Absperrgitter mit Holzrahmen umgestellt. Der Grund dafür war, dass der Honigraum nicht angenommen wurde. Dies war vor allem bei den beiden starken Völkern der Fall. Bei Volk 2 kam noch hinzu das es einen Honigkranz unterhalb des Absperrgitters angelegt hat. Dieser ist eine natürliche Sperre und verhindert ebenfalls das hochgehen. Hier habe ich zusätzlich noch zwei Honigwaben nach oben gehängt. Bei Volk 3 ist der Honigraum gut besetzt und auch schon einiges ausgebaut und gefüllt. Hier wurde dann lediglich noch ein zweiter Brutraum untergesetzt. Bei Volk 4 tut sich im Honig auch fast gar nichts. Deshalb bin ich aktuell sehr skeptisch, mein Ziel von 40-50 kg Honig in diesem Jahr erreichen zu können. Wahrscheinlich eine Auswirkung der großen Zahl an Ablegern oder der Trachtsituation am Standort, lassen wir uns also erstmal überraschen. Bei der Schwarmkontrolle wurden wenige Spielnäpfchen gefunden und gebrochen. Ein Zwischenbodenableger oder Brutdistanzierung habe ich als Maßnahmen auf dem Schirm, eine Umsetzung aber noch nicht für Nötig empfunden.

In den letzten drei Wochen habe ich die Völker geschröpft und insgesamt fünf Ableger erstellt. Lediglich von dem schwachen Volk 3 habe ich nur einen Ableger gemacht. Ein Teil wurde als Sauglinge gebildet und der Rest direkt mit einer Brutwabe. Alle Ableger sind aktuell in zwei Zargen mit jeweils einem Dreiergitterboden und Trennschieden untergebracht. Hier bleiben diese zumindest für die nächsten vier Wochen. Wenn die neuen Königinnen in  Eilage gehen, gezeichnet werden und ich die Völker mit Milchsäure behandle, werden diese in eigenen Zargen umziehen.
Solange muss ich nun einfach abwarten und hoffen, das alles so klappt wie geplant.