Futterkontrolle

Anfang Februar habe ich bei milden Temperaturen zum ersten mal nach den Völkern geschaut. Bei den Wirtschaftsvölkern wurde lediglich das Gewicht kontrolliert und das Flugloch kurz beobachtet. Bei den einzargig überwinterten Ableger habe ich  den Deckel gehoben und unter die Folie geschaut, Bienen und  Futterkränze waren vorhanden. Somit auch hier alles in Ordnung.

Anschließend kam die Kälte aus dem Osten und wir hatten doch tatsächlich noch richtig knackige Temperaturen die in unserer Region das Thermometer auf bis zu -12° fallen ließen. Nach zwei Wochen konnte ich nun am vergangenen Wochenende wieder einen Blick riskieren. Das Ergebnis war leider, das auch ich nicht verschont blieb und es bei 2 Völkern einen klassischen Futterabriss gegeben hat.
Die Völker hatten sich in der Beute ausgebreitet und gingen bereits in Brut. Getrieben durch die Temperaturen ging es wieder zurück in die Wintertraube und das Futter war unerreichbar. Die Beuten habe ich zunächst am Standort belassen, gereinigt und Bienendicht verschlossen. Noch vorhandenes Futter welches evtl. noch verwendet werden kann,und leere Rähmchen wurden zudem in eine Beute sortiert. Bei meinem nächsten Besuch kann ich entscheiden wie ich damit weitermache, abhängig von den Arbeiten die anstehen.

Aktuell sieht es so aus das der Frühling sich zwar diese Woche zeigt aber nicht bleiben möchte. Für die kommende Woche sind für Tagsüber Temperaturen um den Nullpunkt und Nachts von -5° vorhergesagt. Weitere Futterkontrollen für das kommende Wochenende sind also eingeplant.

Zweiter Brutraum

„Es gibt kein zu früh, nur zu spät“, mit diesem Satz beschreibt Dr. Liebig die Zeit den zweiten Brutraum aufzusetzen. Den Zeitpunkt bestimmt die Salweide, sobald diese blüht wird der Brutraum erweitert, um dem Volk den nötigen Platz zur Entwicklung zu geben. Die Salweide zeigte ihre Blüten in diesem Jahr am 17. März.  Bei einer Kontrolle einige Tage vorher war noch keine Brut in den Völkern vorhanden, somit konnte ich mir etwas Zeit lassen. Heute war es soweit, dabei habe ich die Völker durchgesehen, die Volksstärke ermittelt, Futter kontrolliert, nach Brut geschaut und am Ende den zweiten Brutraum aufgesetzt.

Um die Volksstärke bestimmen zu können habe ich mir die Methode der Liebefelder Schätzmethode angeeignet. Aus meiner Sicht eine gute und einfache Möglichkeit, es ist lediglich etwas Übung von Nöten. Es hat sich bestätigt das zwei Völker normal sind und eins ein Schwächling. Keines der Völker gehört zu den starken mit mehr als 10 000 Bienen. Die Völker 2 und 4 haben jeweils ca. 5000 Bienen und Volk 3 nur etwa 2500. Eigentlich ein Sannierungsfall, ich bin mir nur noch nicht sicher ob ich diesen auf ein anderes Volk über ein Absperrgitter aufsetzen werde oder einfach weiter „normal“ entwickeln lasse.

Mal sehen was im Imkerverein drüber gesprochen wird. Ausreichend Futter und Brut war bei alle Völkern vorhanden. Leider ist nicht genug Futter vorhanden um eine komplette Futterrandwabe rauszunehmen für die Ableger. Ich muss im kommenden Herbst mehr Futter geben!

Da es in den nächsten Tagen eigentlich keinen Frost mehr geben soll und die Wetterprognose gut aussieht, habe ich auch gleich noch die Mäusegitter entfernt.

Futterkontrolle

Da der Frühling weiter auf sich warten lässt habe ich mich entschlossen eine Futterkontrolle durchzuführen. Bisher habe ich diese fast nur mit der Federzugwaage gemacht, dabei wird die Beute von hinten angehoben und dadurch das Gewicht ermittelt. Das funktioniert eigentlich ganz gut, ich wollte aber diesmal doch etwas genauer nachschauen. Die Temperaturen waren am Wochenende im zweistelligen Bereich, da habe ich die Gunst der Stunde genutzt und die Beuten geöffnet und auch einige Waben gezogen.

Die Völker 2 und 3 sind fast identisch, beide sitzen im vorderen drittel auf 6 Wabengassen und haben außen und hinten noch Futter. Bei beiden sind ca 4-5 kg Futter vorhanden. Bei Volk 2 hat sich auch kurz die Königin gezeigt. beide Völker sind normal und noch ohne Brut.

Volk 1 hat mich überrascht, es sitzt auf 8 Wabengassen, teilweise von vorne bis hinten. das Volk hat auch etwas Brut angelegt und es wird eng mit dem Futtervorrat. Deshalb habe ich kurzfristig entschlossen, einen Futterteig aufzulegen. Dieser wurde unten aufgeschnitten und sehr nahe an das Brutnest gelegt. somit müssen die Bienen, bei den aktuell immer noch niedrigen Temperaturen, nur kurz aus der Wabengasse nach oben um das Futter zu holen. Wasser ist ebenfalls in nächster Umgebung vorhanden. Eine erneute Kontrolle des Volkes ist für das kommende Wochenende geplant.

Das bedeutet das ich im Herbst beim einfüttern nicht sparen und gerne 4-5 kg Futter mehr pro Volk einplanen darf. Ich werde meine Futterbestellung beim Imkerverein entsprechend anpassen.

Abgeräumt

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Die restlichen Völker 2-4

 

Heute musste ich der Gewissheit ins Auge schauen, das Volk 1 endgültig verloren ist. Nachdem ich vor 14 tagen noch eine Futterwabe an das letzte häuflein Brutnest gehängt habe, hatte ich zumindest noch ein klein wenig Hoffnung, diese wurde aber heute bei der Durchsicht nicht erfüllt.

Da es in den letzten Tagen etwas milderes wetter war, das Thermometer stieg auf über 14°C, gab es auch einiges an Bienenflug. es war aber lediglich die verbleibenden Völker, welche das letzte bisschen futter vom Volk 1 ausräuberten. Folglich war heute die beute von Volk 1 komplett leer gefressen. die verbliebenen Völker haben genug futter und sitzen auf 5-7 Wabengassen. Somit sollte es keine weitern Probleme mehr geben.

Sehr schade, ab hier kann es eigentlich nur noch aufwärts gehen.

Futterkontrolle

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völker 1-4 von links nach rechts

Ich hatte mitte Januar die Varroaschieber eingelegt. als ich diese kontrollierte, hat alles ganz gut ausgesehen. mein Volk 1 hatte etwas Milbenfall, der rest so gut wie nichts. Von dieser Seite also nichts zu befürchten. Was mir allerdings etwas Sorge machte war das Volk 4. hier war so wenig Gemüll in der Windel, das ich befürchtete, das das Volk tod sei. Aus diesem grund habe ich mich kurzfristig entschlossen eine Futterkontrolle zu machen. Als ich Volk 4 geöffnet habe, war aber alles in Ordnung. Futter war vorhanden und auch die Volkstärk sah gut aus, es waren 5-6 Wabengassen besetzt. das gleiche bei den Völkern 2 und 3.

Mein stärkstes Volk 1 (das Wirtschaftsvolk aus 2015), das in den Winter auf 2 Zargen ging, war als letztes an der Reihe. Als ich den Deckel abnahm war ich schon etwas überrascht, das keine Bienen zu sehen waren. Auf den ersten Blick hatte sich die Wintertraube nicht ins Futter bewegt. Als ich den oberen Brutraum abnahm, sah ich die Bescherung, das Volk war so gut wie verhungert. Es waren nur noch eine handvoll Bienen vorhanden. Ich habe eine volle Wabe nun direkt an das restliche Minivolk gehängt, hoffnung habe ich aber so gut wie keine. Warum sich das Volk nicht ins Futter bewegt hat, kann ich nicht nachvollziehen. Das einzige was hierzu passt ist, das dies das ganze Jahr schon so war. Das volk hat den 2ten Brutraum mehr schlecht als recht angenommen. Natürlich spielt auch der milde Winter eine rolle. Der Futterverbrauch ist bei starken Völkern dadurch noch höher. Somit werde ich mich damit anfreunden müssen, das ich nur drei Wirtschaftsvölker im aktuellen Jahr haben werde.

Meine Erkenntnis ist, ich werde in Zukunft nur noch auf einer Zarge überwintern. Das hat zwar zur folge, das die Völker etwas schwächer aus dem Winter kommen aber das können die Bienen sehr schnell aufholen. Des weiteren werde ich im aktuellen Jahr mein Augenmerk noch mehr auf die Anzahl der Völker legen. Ableger, Ableger und nochmal Ableger ist das Zauberwort. Das Ziel mit 8-10 Völkern in den nächsten Winter zu gehen, bleibt mehr denn je bestehen.