Honigernte 2018

Was für ein Hammer Sommer 2018. Temperaturen bis fast 40° und kein Regen, was den einen so richtig freute war für den Imker eher schlecht. Durch die große Trockenheit war die Honigernte eher mau. Die Einträge waren am einen Standort gut bis sehr gut während an unserem zweiten Platz fast nichts rein kam.

In diesem Jahr war es wieder einmal möglich einen Blütenhonig zu ernten, auch wenn der Frühling fast über Nacht kam. Die Völker waren zwar noch nicht stark genug konnten dies aber noch aufholen. Sehr gut war auch die Linde, diese hat geblüht wie schon lange nicht mehr und die Völker haben den Honigraum nochmal gefüllt.

Die Ernte war für uns Anfang Juli vorbei und somit begann die Vorbereitung auf den Winter. In diesem Jahr werden wir bei allen Wirtschaftsvölkern Teilen und Behandeln mit Integrierten tausch der Königinnen durchführen. Der Start hierfür wird eine Woche nach der Honig Ernte sein.

Honigernte 2016

Nach dem die Linde nun auch verblüht ist konnte ich mich an die 2te Ernte des Jahres machen. Drei Tage schlechtes Wetter war ideal, der Honig bestand die Spritz probe und das Refraktometer zeigte 19% Wassergehalt. Ausreichend wenn man man nicht mit dem DIB Glas imkert. Bei der ersten Ernte 2016 habe ich lediglich 10kg ernten können, dass lag vor allem an Volk 4, da es den Honigraum nicht angenommen hatte. Daher wurde dieses auf einen Brutraum mit Honigraum eingeengt. Somit konnten in der Sommertracht zumindest 15kg ausgeschleudert werden. Insgesamt waren es in diesem Jahr 25kg. Das ist zwar unter meinem Ziel von 30-40 kg, ich bin aber trotzdem ganz zufrieden. Der Grund wird wohl gewesen sein, das die Völker insgesamt zu schwach waren und auch für die Ableger einiges an Brutwaben entnommen wurden. In Schulnoten ausgedrückt waren die Völker zwischen befriedigend –  mangelhaft. Der Grundstein für die Stärke der Völker im kommenden Jahren wird in den nächsten Wochen mit der Spätsommerpflege gelegt.

Dieses Jahr wurde zum ersten mal mit der eigenen Honigschleuder geerntet. Ich habe mich für eine einfache 4 Waben tangential Schleuder von Nisala entschieden. Grund war zum einen der Preis und die Möglichkeit später noch auf einen Motor zu wechseln. Die Handhabung war in Ordnung, lediglich in den hohen Drehzahlen schaukelte sich die Schleuder auf. Das lag aber hauptsächlich an den Gummibeine die ich montierte. Das werde ich über den Winter durch etwas anderes ersetzten müssen.  Das reinigen ging leicht von der Hand und

war mit einem lauwarmen Wasserstrahl schnell erledigt. Bestellung und Lieferung war einfach und innerhalb von drei Tagen erledigt. Die Schleuder kam in einer großen Kiste und war hervorragend für den Transport gesichert. Es mussten lediglich die Füße an die Schleuder montiert werden, damit diese einsatzbereit war. Im großen und ganzen bin ich zufrieden und für die Anzahl der Völker in den kommenden Jahre reicht diese aus. Nach dem ersten Jahr würde ich die Schleuder weiterempfehlen.

Ableger, Schwarm und Honig

Das Pfingstwetter wurde durch  polare Kaltluft bestimmt, was bedeutet das die Temperaturen kaum über 10° stiegen und es immer wieder regnete. Für die Flugbienen hieß diese warten und für den Rest – Brutpflege oder umarbeiten der eingelagerten Vorräte.

In den letzten Tagen habe ich an den Wirtschaftsvölkern auf Absperrgitter mit Holzrahmen umgestellt. Der Grund dafür war, dass der Honigraum nicht angenommen wurde. Dies war vor allem bei den beiden starken Völkern der Fall. Bei Volk 2 kam noch hinzu das es einen Honigkranz unterhalb des Absperrgitters angelegt hat. Dieser ist eine natürliche Sperre und verhindert ebenfalls das hochgehen. Hier habe ich zusätzlich noch zwei Honigwaben nach oben gehängt. Bei Volk 3 ist der Honigraum gut besetzt und auch schon einiges ausgebaut und gefüllt. Hier wurde dann lediglich noch ein zweiter Brutraum untergesetzt. Bei Volk 4 tut sich im Honig auch fast gar nichts. Deshalb bin ich aktuell sehr skeptisch, mein Ziel von 40-50 kg Honig in diesem Jahr erreichen zu können. Wahrscheinlich eine Auswirkung der großen Zahl an Ablegern oder der Trachtsituation am Standort, lassen wir uns also erstmal überraschen. Bei der Schwarmkontrolle wurden wenige Spielnäpfchen gefunden und gebrochen. Ein Zwischenbodenableger oder Brutdistanzierung habe ich als Maßnahmen auf dem Schirm, eine Umsetzung aber noch nicht für Nötig empfunden.

In den letzten drei Wochen habe ich die Völker geschröpft und insgesamt fünf Ableger erstellt. Lediglich von dem schwachen Volk 3 habe ich nur einen Ableger gemacht. Ein Teil wurde als Sauglinge gebildet und der Rest direkt mit einer Brutwabe. Alle Ableger sind aktuell in zwei Zargen mit jeweils einem Dreiergitterboden und Trennschieden untergebracht. Hier bleiben diese zumindest für die nächsten vier Wochen. Wenn die neuen Königinnen in  Eilage gehen, gezeichnet werden und ich die Völker mit Milchsäure behandle, werden diese in eigenen Zargen umziehen.
Solange muss ich nun einfach abwarten und hoffen, das alles so klappt wie geplant.

fazit 2015

grundsätzlich muss ich sagen, war ich mit dem jahr 2015 im großen und ganzen zufrieden. allerdings habe ich bereits vor dem winter eines meiner wichtigsten ziele verfehlt, da lediglich 4 völker eingewintert wurden. den das ziel war 1 wirtschaftsvolk und 4 ableger zu haben. doch leider habe ich durch die drohnenbrut einen ableger verloren. bei einer so geringen anzahl von völkern, ein verlust von 20% (!). das einzig positive an der aktion war, dadurch konnte ich einem schwachen ableger einige bienen zuführen. sollten ich im frühjahr mit diesen 4 völker an den start gehen, war es auf alle fälle doch noch ein erfolgreiches jahr.

was die technik betrifft, habe ich einiges angeschafft oder selber gebaut. die anschaffungen gingen ins geld über den daumen ca. 700€. für meine planung 2016 kommen nochmal einige kosten auf mich zu (zargen, rähmchen, honigschlueder, hobbok …) darauf werde ich aber gesondert eingehen. einige dinge habe ich selber gemacht und war mit dem ergebnis eigentlich zufrieden. inzwischen habe ich kleinere anpassungen vorgenommen, somit werden die arbeiten etwas leichter von der hand gehen ohne die funktion zu beeinträchtigen.

was das theoretische und auch praktische wissen angeht, bin ich ganz gut vorangekommen. allerdings habe ich zu viele quellen im i-net angeschaut oder gelesen, was viel zeit gekostet hat. inzwischen habe ich diese auf einige wenige seiten reduziert welche zu meiner betriebsweise passen. das hat auch mit dem kurs im lokalen imkerverein zu tun. somit sollte auch dies im kommenden jahr schneller und effektiver sein. was nicht heißt das ich komplett auf schulungen und weiterbildungen verzichten kann. eines der wesentlichen dinge die ich bei den bienen gelernt habe ist, es gibt immer etwas neues und das man sich als imker ständig hinterfragen muss.

honigseminar

wie bereits geschrieben habe ich mich für das honigseminar angemeldet. ziel ist es, das ich in zukunft das offiziele logo des deutschen imkerbundes verwenden kann. ich habe mir in den letzten monaten viele gedanken gemacht, soll ich ein eigenes label entwerfen oder nicht? ich bin zu dem schluß gekommen, sowohl als auch.

für die paar kilo aus diesem jahr hatte ich mal ein eigenes label gebaut und das werde ich auch weiterführen. allerdings nur für freunde und bekannte. sollte ich mal eine solche menge an honig ernten, das ich in die verlegenheit komme diese verkaufen zu müssen, werde ich auf das offizielle logo setzen. das wird mich in summe für label und glas ca. 50-60 cent kosten. ich denke das passt.

das DIB label ist aber lediglich ein ergebnis. vielmehr geht es im kurs darum wie kommt der honig aus der wabe bis ins glas. der komplette weg und was muss beachtet werden. es wird ein lebensmittel produziert und da müssen einfach standards eingehalten werden. neben diesen grundlagen bekommt man wie immer auch tips und tricks von einem echten profi. auf alle fälle mal wieder sehr gut angelegte zeit, die mich in meinem hobby weitergebracht hat.

in den letzten tagen hatte ich einen honig der geschamklich zwar gut, von der konsistens aber einfach grauenhaft war. daran sieht man wie wichtig die nachberbeitung des honigs ist. die schritte bis das finale produkt beim endverbraucher auf dem tisch landet, dürfen nicht unterschätzt werden. ich denke ich werde den kurs im kommenden jahr nochmal machen, das eine oder andere kann man ruhig nochmal anhören und vertiefen.