Fast fertig für dieses Jahr

Mäusegitter

Seit einigen Tagen ist für mich das aktive arbeiten mit den Bienen für dieses Jahr fast vorbei. Als einer der letzten Handgriffe wurden die Mäusegitter angebracht.

Das Flugloch bleibt noch weiterhin klein und wird erst mit einem einfachen Handgriff von „hinten“ herausgenommen. Dies geschieht aber erst bei der Restentmilbung im Dezember. Diese findet normalerweise drei Wochen nach dem ersten Frost statt. Dann sollten die Bienen Brutfrei sein.

Spätsommerpflege

Bevor die Spätsommerpflege starten konnte, habe ich zunächst meinen neuen Bienenstand aufgebaut. Von einem Bekannten habe ich auf dessen Streuobstwiese einen Platz bekommen auf dem nun ein Teil meiner Bienen steht. Der Vorteil ist das die Wiese komplett eingezäunt ist und auch noch einiges an Ausbaureserve hat. Nachteil ist das ich fahren muss und nicht mehr einfach raus in den Garten kann und direkt am Bienenstand stehe.
Bei der Spätsommerpflege, gibt es mehrere Ziele die abgearbeitet werden sollten: Wabenhygiene,  Varroabehandlung, das bilden von starke Völker (evtl. umweiseln alter Königinnen) und zum Abschluss das auffüttern.
Die Wabenhygiene war schnell erledigt da ich kaum alte Waben hatte das wird im kommenden Jahr anders aussehen. Dann wird der Dampfwachsschmelzer auch mehr zu tun bekommen. Diesen hatte ich im laufenden Jahr nur für die Drohnenrahmen im Einsatz. Es hat sich gezeigt das ich diesen über die Wintermonate noch etwas umarbeiten muss. Der Wachs Auffangbehälter ist zu klein um eine eine große Anzahl von Rähmchen effektiv auszuschmelzen.
Die Varroabehandlung bei meinen Wirtschaftsvölkern wurde diesmal mit Teilen und Behandeln (TuB) gemacht. Über den genaue Ablauf gibt es von Dr. Liebig eine kleine Filmreihe. Wichtig war für mich, das mit TuB bis Mitte Juli bereits begonnen wird, damit aus Flugling und Brutling noch annehmbar starke Völker entstehen können. Die entscheidende Varroabehandlung findet sowohl beim Flugling (2 Tage nach dem Start) als auch beim Brutling (21 Tage nach dem erstellen) in brutfreiem Zustand mit Milchsäure statt. Dabei wird jede Wabe gezogen und mit MS besprüht. Zudem habe ich durch diese Methode lauter einzargige „Ableger“ bekommen. Meine restlichen, im Frühjahr gebildeten Ableger wurden zu einem späteren Zeitpunkt mit Ameisensäure und dem Liebig Dispenser behandelt.

Abschließend wurden alle Völker mit ca. 2x5l Apiinvert aufgefüttert. Es wäre natürlich auch möglich eigenes Zuckerwasser anzurühren, wegen der einfachen Handhabung habe ich mich aber für das fertige Futter entschieden.
Zum Abschluss habe ich Mitte Oktober  allen Beuten Mäusegitter angebracht. Ab jetzt werde ich lediglich noch beobachten wie sich die Völker entwickeln (Gewicht und Futter) und ob diese Brutfrei sind. Sobald dies der Fall ist werde ich die Oxalsäure Behandlung durchführen.

 

 

 

Zweiter Brutraum

„Es gibt kein zu früh, nur zu spät“, mit diesem Satz beschreibt Dr. Liebig die Zeit den zweiten Brutraum aufzusetzen. Den Zeitpunkt bestimmt die Salweide, sobald diese blüht wird der Brutraum erweitert, um dem Volk den nötigen Platz zur Entwicklung zu geben. Die Salweide zeigte ihre Blüten in diesem Jahr am 17. März.  Bei einer Kontrolle einige Tage vorher war noch keine Brut in den Völkern vorhanden, somit konnte ich mir etwas Zeit lassen. Heute war es soweit, dabei habe ich die Völker durchgesehen, die Volksstärke ermittelt, Futter kontrolliert, nach Brut geschaut und am Ende den zweiten Brutraum aufgesetzt.

Um die Volksstärke bestimmen zu können habe ich mir die Methode der Liebefelder Schätzmethode angeeignet. Aus meiner Sicht eine gute und einfache Möglichkeit, es ist lediglich etwas Übung von Nöten. Es hat sich bestätigt das zwei Völker normal sind und eins ein Schwächling. Keines der Völker gehört zu den starken mit mehr als 10 000 Bienen. Die Völker 2 und 4 haben jeweils ca. 5000 Bienen und Volk 3 nur etwa 2500. Eigentlich ein Sannierungsfall, ich bin mir nur noch nicht sicher ob ich diesen auf ein anderes Volk über ein Absperrgitter aufsetzen werde oder einfach weiter „normal“ entwickeln lasse.

Mal sehen was im Imkerverein drüber gesprochen wird. Ausreichend Futter und Brut war bei alle Völkern vorhanden. Leider ist nicht genug Futter vorhanden um eine komplette Futterrandwabe rauszunehmen für die Ableger. Ich muss im kommenden Herbst mehr Futter geben!

Da es in den nächsten Tagen eigentlich keinen Frost mehr geben soll und die Wetterprognose gut aussieht, habe ich auch gleich noch die Mäusegitter entfernt.