Wachsschmelzer

Im vergangenen Jahr war bei meinem Wirtschaftsvolk durch das Varroakonzept und den Drohnenrahmen wachs angefallen. Das einfachste wäre, den Drohnenrahmen ausschneiden und alles wegschmeißen. Da ich aber irgendwann einmal Kerzen machen möchte, soll das Wachs gewonnen werden. Deshalb habe ich mich entschlossen einen Sonnen- bzw. Dampfwachsschmelzer anzuschaffen. Wie immer kann auch hier die frage gestellt werden: Selber bauen oder kaufen? Die Kosten liegen bei 150-200€ für einen Sonnenwachsschmelzer ohne das dieser irgendwie besonders ist.

Wie man bereits auf dem Bild sehen kann, habe ich mich für selber bauen entschieden. Die Größe wurde so gewählt, das ca. 5-6 Rähmchen gleichzeitig ausgeschmolzen werden können. Anfangs dachte ich an einen reinen Sonnenwachsschmelzer, ich habe diesen dann aber zu einem Dampfwachsschmelzer erweiterte. Nach dem ich etwas im i-net geforscht habe, bin ich auf einen sehr günstigen Dampferzeuger gestoßen. Das gerät ist eigentlich für das ablösen von Tapeten vorgesehen, bei einem preis von knapp 30 Euro ein gutes Angebot. Somit kann ich nun auch bei schlechtem Wetter oder im Winter einschmelzen.

Als Dampferzeuger verwende ich den Wagner W 14 Dampf-Tapetenablöser. das ganze dauert ca. eine halbe Stunde und ist schnell auf- und auch wieder abgebaut. Wenn ich den Tank komplett fülle, reicht dieser für über 1 Stunde was bedeutet, es können ca. 12-15 Rähmchen ausgeschmolzen werden. für die Menge an Rähmchen die in den nächsten Jahren auf mich zukommen ist dies ausreichend.

Werkzeugkiste

Was ich am anfang der Imkerei überhaupt nicht im Auge hatte, waren die ganzen Utensilien die ich am Stand benötige. Smoker, Meisel, Handschuhe usw. Ich dachte immer, das trägst du einfach an den Stand, der ist ja direkt am Haus. Trotzdem hatte ich irgendwann keine lust mehr, 3x die Kellertreppe zu nehmen bis alles verfügbar war. Nachdem ich ein wenig durch das i-net gestreift bin, hatte ich viele sehr aufwändige Lösungen gefunden. Alles sehr nett, allerdings oft doch etwas zu viel. Ich habe mich dann selber, für diese doch eher einfache und schlichte Kiste entschieden. Nach einigen wochen im gebrauch muss ich sagen, das es genau das ist was ich benötige.

Einen weiteren Vorteil den ich nun habe, alle Imker untensilien sind  immer sauber aufgeräumt am gleichen Platz. Seither nehme ich nur noch den Imkerschleier vom hacken, schnapp mit die Kiste und los gehts. Ist jetzt nicht die größte Erfindung, aber doch eine Erleichterung und für meine aktuellen ansprüche absolut ausreichend.

fazit 2015

grundsätzlich muss ich sagen, war ich mit dem jahr 2015 im großen und ganzen zufrieden. allerdings habe ich bereits vor dem winter eines meiner wichtigsten ziele verfehlt, da lediglich 4 völker eingewintert wurden. den das ziel war 1 wirtschaftsvolk und 4 ableger zu haben. doch leider habe ich durch die drohnenbrut einen ableger verloren. bei einer so geringen anzahl von völkern, ein verlust von 20% (!). das einzig positive an der aktion war, dadurch konnte ich einem schwachen ableger einige bienen zuführen. sollten ich im frühjahr mit diesen 4 völker an den start gehen, war es auf alle fälle doch noch ein erfolgreiches jahr.

was die technik betrifft, habe ich einiges angeschafft oder selber gebaut. die anschaffungen gingen ins geld über den daumen ca. 700€. für meine planung 2016 kommen nochmal einige kosten auf mich zu (zargen, rähmchen, honigschlueder, hobbok …) darauf werde ich aber gesondert eingehen. einige dinge habe ich selber gemacht und war mit dem ergebnis eigentlich zufrieden. inzwischen habe ich kleinere anpassungen vorgenommen, somit werden die arbeiten etwas leichter von der hand gehen ohne die funktion zu beeinträchtigen.

was das theoretische und auch praktische wissen angeht, bin ich ganz gut vorangekommen. allerdings habe ich zu viele quellen im i-net angeschaut oder gelesen, was viel zeit gekostet hat. inzwischen habe ich diese auf einige wenige seiten reduziert welche zu meiner betriebsweise passen. das hat auch mit dem kurs im lokalen imkerverein zu tun. somit sollte auch dies im kommenden jahr schneller und effektiver sein. was nicht heißt das ich komplett auf schulungen und weiterbildungen verzichten kann. eines der wesentlichen dinge die ich bei den bienen gelernt habe ist, es gibt immer etwas neues und das man sich als imker ständig hinterfragen muss.